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Windräder dürfen nicht gebaut werden

Hiddestorf Windräder dürfen nicht gebaut werden

Die 14 geplanten Windräder im Dreieck zwischen Hemmingen, Pattensen und Springe dürfen in der vorgesehenen Höhe von 233 Metern voraussichtlich nicht gebaut werden. Die Höhe widerspreche den Vorgaben der Deutschen Flugsicherung, teilte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit.

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Ein Windrad im Bereich zwischen Hemmingen und Pattensen wird gewartet.

Quelle: Torsten Lippelt

Hiddestorf. Die Gesellschaft für Umweltgerechte Kraftanlagen (UKA) hatte in dem von der Region Hannover als Vorranggebiet für Windenergie ausgewiesenen Gebiet zwischen Hiddestorf (Hemmingen), Hüpede-Oerie (Pattensen) und Lüdersen (Springe) 14 Windräder von mehr als 200 Meter Höhe geplant. Zum Vergleich: Das Ulmer Münster, welthöchster Kirchturm, ist 161 Meter hoch. Gegen die Planung hatten nicht nur Bürgerinitiativen protestiert, auch die betroffenen Kommunen kritisierten zumindest das Ausmaß.

Hemmingens Bürgermeister Claus Schacht freute sich über die Nachricht vom Einspruch der Flugsicherung, die er am Montagabend beim Neujahrsempfang im Rathaus bekanntgab. Dennoch dämpfte er die Erwartungen noch etwas. Bisher liege nur ein Einspruch der Behörde gegen die sechs Windräder vor, die auf Pattenser Gebiet geplant sind. Sieben weitere Windräder sollten bei Lüdersen und ein weiteres in Hiddestorf gebaut werden. Für letzteres liegt allerdings noch kein Bauantrag vor, weshalb es dazu auch noch keine Stellungnahme der Deutschen Flugsicherung gibt. "Es ist sehr unglücklich, dass es immer nur eine individuelle Prüfung nach jedem gestellten Antrag und keine flächendeckende Regelung gibt. So muss Arbeitskraft in eine Angelegenheit investiert werden, die sich später als gar nicht notwendig herausstellt", sagte Schacht.

Schacht geht davon aus, dass auch die Windräder in Lüdersen und Hiddestorf als nicht zulässig eingestuft werden. Er wies auch darauf hin, dass die Stadt keine generellen Einwände gegen den Einsatz von Windrädern habe. Schließlich stehen bei Hiddestorf bereits neun Windräder, die die Stadt genehmigt hat. Diese sind allerdings nur 100 Meter hoch. 

Auch die Region Hannover hält es nach Angaben ihres Sprechers Klaus Abelmann für kaum realisierbar, den Einspruch der Flugsicherung bei dem von der Region geführten Genehmigungsverfahren zu übergehen. "Da ist wenig zu machen", sagte Abelmann. Es gebe aber in der Region noch mehr Flächen, die für Windräder genutzt werden könnten.

Die in Rostock ansässige Firma UKA weiß noch nicht, ob sie das Projekt im Südwesten Hannovers weiter verfolgen wird - etwa mit niedrigeren Anlagen, die möglicherweise genehmigungsfähig wären. Die Nachricht von der Stellungnahme der Flugsicherung sei erst am Montag eingegangen, erklärte Unternehmenssprecher Henrik Oliver von Oehsen. Vor einer Entscheidung müsse man "diese inhaltlich und rechtlich prüfen", sagte er.

Von Tobias Lehmann und Thomas Böger

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