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Nach Unfall im Freibad: Zweijährige ist gestorben

Arnum Nach Unfall im Freibad: Zweijährige ist gestorben

Kriminalpolizei und TV-Teams im Freibad Arnum: Einen Tag nach dem tödlichen Sturz eines Kleinkindes in einen mit Wasser gefüllten Schacht herrscht am Freitag angespannte und traurige Stimmung.

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Traurige Aufmerksamkeit: Ein Kamerateam steht am Freitag vor dem Freibad Arnum, in dem Tags zuvor eine Zweijährige in einen Schacht mit Wasser gestürzt und sich tödliche Verletzungen zugezogen hatte.

Quelle: Astrid Köhler

Arnum. "Jeder ist mit den Gedanken bei sich", beschreibt ein Schwimmer die Stimmung, nachdem er seine Bahnen gezogen hat. Gesprochen worden sei kaum. Tatsächlich wirkt alles ruhiger als sonst. Wohl alle wissen Bescheid, was passiert ist. Zumal das Freibad nicht wie üblich um 6.30 Uhr, sondern erst kurz vor Mittag öffnete. "Mir geht viel durch den Kopf, erklärt der Grasdorfer Bernd Meyer, der seit Jahrzehnten auch in Arnum schwimmt. Er denke an die Angehörigen und alle, die mit dem Unfall in Verbindung stehen, und frage sich: "Warum musste das passieren? Aber nicht: Wer hat Schuld."

Zum Zeitpunkt des Unglücks am Donnerstagnachmittag soll das Freibad normal besucht gewesen sein. Es sei deutlich leerer gewesen als am Vortag, als sich etliche Hunderte im und am Wasser tummelten, berichtet ein Mann. Wie es passieren konnte, dass das aus dem Bereich Hemmingen stammende Kind in einen vier Meter tiefen und teils mit Wasser gefüllten Schacht stürzen konnte, steht noch nicht fest. Die Polizei ermittelt die Hintergründe des ersten tödlichen Unfalls in dem 1974 eröffneten Freibad.

Das Mädchen, das zunächst reanimiert werden konnte, in der Nacht zu Freitag aber seinen Verletzungen erlag, ist einem vorläufigen Obduktionsbericht zufolge ertrunken.

Mehrere Medienvertreter waren am Freitag vor Ort auf der Suche nach Bildern und Antworten. Die Unfallstelle aber blieb tabu – aus Rücksicht auf die Angehörigen, wie Jürgen Grambeck, Geschäftsführer der seit 2005 für das Freibad verantwortlichen Gemeinnützigen Hemminger Bäder GmbH, immer wieder betonen musste. Der Schock bei ihm saß tief: "Ich bin innerlich am Beben, mir kommen die Tränen." Alle Mitarbeiter seien zutiefst getroffen und geschockt. Wie Grambeck erklärte, habe er das Freibadgelände und den Schacht, der zum Wasserspeicher des Bades gehört, am Donnerstag beim Rundgang vor der Öffnung des Bades kontrolliert. Die Abdeckung, eine Metallplatte ähnlich der am Eingangsbereich zu den Duschen, habe normal aufgelegen.

Zu möglichen Erklärungen, warum diese am Nachmittag offenbar nicht mehr ganz schloss und ob ein Kind sie anheben oder beiseite schieben kann, wollte sich der Geschäftsführer nicht äußern. Er sei zum Unfallzeitpunkt nicht vor Ort gewesen. Zum weiteren Vorgehen sagte Grambeck: "Wir müssen uns der Situation stellen". Alles müsse überprüft werden – für noch mehr Sicherheit.

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Das Bild zeigt nicht die Unfallstelle, aber eine ähnliche Abdeckung wie diese am Eingangsbereich zu den Duschen gehört zu dem Schacht auf dem Gelände, in den ein zweijähriges Mädchen am Donnerstag Nachmittag stürzte.

Quelle: Astrid Köhler

Von Astrid Köhler

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