Fuhrberg. Die zehn Schüler des Gymnasiums, die das Kunstwerk gemeinsam mit der Künstlerin Heike Schötker entwickelt haben, wollen sich einen einprägsamen Titel noch überlegen.
Auf dem ersten Blick handelt es sich um eine überdachte Sitzgruppe. Auf zwei Bänken können sich Menschen an einem Tisch gegenübersitzen. Auf dieser Sitzgruppe werden sich die Nutzer jedoch nicht gegenseitig in die Augen blicken können, sondern die Gesichter der Schüler vor sich haben, die an dem Kunstwerk arbeiten.
Diese Gesichter sind künstlerisch verfälscht. Die Schüler werden mit einem kahl geschorenen Kopf gezeigt oder mit kleinen aufgeschminkten Wunden oder Blessuren.
„Dahinter steckt die Idee, dass mit kleinen kosmetischen Eingriffen das Gesicht aus dem Gleichgewicht gebracht werden kann“, erläuterte dazu gestern Heike Schötker. Diese Möglichkeit soll aufzeigen, dass auch leichte Gesetzesbeugungen die Kinderrechte schnell aus dem Gleichgewicht bringen können.
Wenn es seinen Platz in Abbensen gefunden hat, dann soll das Kunstwerk einladen, zum Sitzen und zum Auseinandersetzen mit dem, was die Schüler dem Betrachter zeigen.
„Die Schüler sind fantastisch, ich würde sie sofort engagieren“, sagte Heike Schötker gestern über die vielen Ideen, die Kreativität und der Mitarbeit der zehn Gymnasiasten. Eine Woche lang haben sie an dem Kunstwerk gearbeitet. Aufgestellt werden soll es, so sagt Bernd Tschirch von der Kinder- und Jugendkunstschule, wenn das Wetter den Bau der Fundamente zulässt.
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