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17 Störche tummeln sich in der Region

Folge des Klimawandels? 17 Störche tummeln sich in der Region

Ein prächtiges Bild, das viele Betrachter in seinen Bann zieht: Im Norden der Region tummeln sich derzeit 17 Störche. Möglicherweise ist das eine Folge des Klimawandels.

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Gemähte Wiesen bedeuten für den Weißstorch einen reich gedeckten Tisch. Die Vögel warten an der Hannoverschen Straße in Großburgwedel auf Beute.

Quelle: Sven Warnecke

Region. So ist es jetzt auch Peter Hoyer, Geschäftsführer des Unterhaltungsverbandes Wietze, bei einer Inspektionstour des Gewässers ergangen. Der langjährige Leiter des Burgwedeler Tiefbauamtes hatte in Maspe die Vögel entdeckt und einige Aufnahmen gemacht, die er dann an die Redaktion der Nordhannoverschen Zeitung schickte.

Reinhard Löhmer, Storchenbeauftragter der Region Hannover, ist ebenfalls auf den gefiederten Trupp aufmerksam gemacht worden. Er schaute sich vor Kurzem die gefiederte Ansammlung an und konnte zwei von der Vogelwarte Helgoland beringte Exemplare ausmachen. Bei den Tieren handele es sich um noch nicht brutfähige, etwa ein bis zweijährige Jungvögel, erläutert Löhmer.

Inzwischen sei eine derartige Anzahl von Störchen jedoch nichts Ungewöhnliches mehr. Früher seien die Störche bis zum Alter von drei Jahren im warmen Afrika geblieben. Warum sich die Jünglinge nun aber auf die Reise in hiesige Gefilde begeben, ist nicht bekannt, gibt aber Anlass für Spekulationen. Möglicherweise eine Folge des Klimawandels, mutmaßt Löhmer. Dabei orientierten sich die Vögel am Futteraufkommen. Die stets beregnete Polo-Spielfläche in Maspe und der nahe Golfplatz in Hainhaus seien ideale Lebensgebiete. Dort gebe es reichlich Futter – vor allem Regenwürmer. Auch die umliegenden, gemähten Wiesenflächen seien geeignet. „Sie bieten eine optimale Nahrungsgrundlage für die Störche“, erklärt Löhmer. Er vermutet, dass sich die 17 Vögel noch mindestens bis Ende Juli oder Anfang August in hiesigen Breiten aufhalten werden.

Der Storchenexperte hofft, dass die Vögel im nächsten oder übernächsten Jahr, sobald sie geschlechtsreif sind, wieder in den Norden Hannovers kommen, um die Population zu stärken. „Die sind sehr standorttreu“, weiß Löhmer.

Im Bereich der Nordhannoverschen Zeitung hat er drei Bruten bestätigen können. In Schulenburg sitzen zwei Junge im Nest. Allerdings habe dort die Trockenheit ihren Tribut gefordert. „Zuerst waren es drei Junge. Doch die Eltern haben eines aus dem Nest geworfen, da das Futter nicht reichte“, sagt Löhmer. In der Wedemark sind in Meitze drei Jungstörche im Nest, in Brelingen mindestens zwei. Das einst in Isernhagen H.B. bevölkerte Nest ist inzwischen verwaist. „Das waren wohl nur Jungvögel, die es mit der Paarung nicht ernst genommen haben“, schätzt er. Sorgenkind bleibe Burgwedel. Dort gebe es seit Jahren keine Bruterfolge bei den Störchen. Über die Gründe könne auch er nur spekulieren.

Sven Warnecke

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