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260 Strohballen brennen bei Altwarmbüchen

Isernhagen 260 Strohballen brennen bei Altwarmbüchen

Ein Feuer hat in der Nacht zu Mittwoch nördlich von Altwarmbüchen 260 Heu- und Strohballen vernichtet. Brandstiftung oder nicht? Das konnte die Polizei bisher nicht ermitteln. Den Schaden beziffert sie auf rund 40.000 Euro. 

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Mit einem sechs Meter langen Ausleger werden die brennenden Ballen auseinandergezogen. Der Greifarm muss zwischendurch immer wieder mit Wasser abgekühlt werden.

Quelle: Martin Lauber

Altwarmbüchen. Der Feuerschein war weithin sichtbar, als zwei 18- und 19-Jährige gegen 
23 Uhr den Brand in der Feldmark westlich der K 114 nördlich der Wietzeaue entdeckten und Alarm schlugen. Die Sirenen heulten in Altwarmbüchen, Kirchhorst und Stelle sowie in Isernhagen N.B. und H.B. Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrleute, berichtet Einsatzleiter Christian Reinhart, habe das Heu- und Strohlager an der Straße Langer Kamp bereits „in voller Ausdehnung“ gebrannt – auf einer Fläche gut so groß wie ein halber Fußballplatz.

War es Brandstiftung? 200 Ballen Heu und eine ähnlich große Zahl an Strohballen sind in der Nacht zu Mittwoch nördlich von Altwarmbüchen auf freiem Feld in Flammen aufgegangen.

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In einem Folientunnel ging mit 180 Ballen Heu ein Großteil des Futtervorrats für die Pferde und Rinder des landwirtschaftlichen Betriebs von Torsten Kropp in Rauch und Flammen auf – und zwei Anhänger gleich mit. Der 48-Jährige hatte den Hof erst gegen 21.30 Uhr verlassen, nachdem er den Folientunnel, neben dem 80 frische Strohballen lagerten, zuvor verschlossen hatte.

Was das Löschen brennender Ballen angeht, hat Isernhagens Feuerwehr mehr Erfahrung, als ihr lieb ist. Fast für alle Männer und Frauen war das Flammenmeer ein Déjà-vu-Erlebnis. Mit Wasser, so Reinhart, lasse sich da nichts ausrichten. Vielmehr wurde das Feuer mit Drucklüftern umstellt, um das Heu und Stroh schneller abzufackeln. Mit einem sechs Meter langen Ausleger vor seinem Traktor, der immer wieder mit Wasser abgekühlt wurde, zog ein Landwirt die Ballen auseinander, sodass sie ausbrennen oder gelöscht werden konnten. Gleichzeitig wurde mit reichlich Löschwasser dafür gesorgt, dass eine große Strohmiete neben dem Folientunnel nicht auch noch Feuer fing. Um zwei Uhr war das DRK den 70 Einsatzkräften mit Verpflegung zu Hilfe geeilt. Gegen 5.30 Uhr waren die letzten Glutnester gelöscht.

Die Ermittlungen dauern an. Die Polizei bittet Personen, die in den Abendstunden in der Nähe des Lagers verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich beim Kriminaldauerdienst Hannover unter Telefon (05  11) 1 09 55 55 zu melden.

„Feuerpause“ seit Oktober 2013

Nach 22 Monaten „Feuerpause“ hatten die meisten der Isernhagener Feuerwehrleute die Serie von Strohballenbränden beendet geglaubt – oder dies wenigstens gehofft. Seit 2011 hatte es im Isernhagener Gebiet rund 20 vergleichbare Einsätze gegeben. Meist wurde dabei gezündelt, auch Tiere kamen zu Schaden. Doch seit Oktober 2013, als an der Straße Rothenfeld in Neuwarmbüchen 260 Stroh- und Heuballen durch ein Feuer vernichtet wurden, war dann nichts mehr passiert. „Hoffentlich geht das nicht wieder los“: Kein Spruch war in der Nacht zu Mittwoch häufiger zu hören. 

von Martin Lauber

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