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Politik stimmt für Millionenprojekt Campus

Isernhagen Politik stimmt für Millionenprojekt Campus

Der Zeitplan ist straff, die Platznot groß: Bis Ende 2019 soll der Neubau auf dem Campus des Schulzentrums Isernhagen stehen – rund 24 Millionen Euro muss die Gemeinde laut ersten Schätzungen dafür investieren. Weitere 12 Millionen Euro stehen für Investionen in den Altbestand an.

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24 Millionen Euro für einen Neubau sowie 12 Millionen Euro für Umbau und Sanierung des Altbestandes: Die Gemeinde will in den nächsten Jahren viel Geld in das Schulzentrum am Helleweg in Altwarmbüchen investieren.

Quelle: Archiv

Isernhagen. Bevor der Schulausschuss am Dienstagabend mehrheitlich für den Neubau stimmte, war hinter den Türen schon viel passiert. Mit der Einrichtung der IGS, die 2016 gleich im ersten Jahr vierzügig startete, der Umstellung aufs Abitur nach 13 Jahren und der Inklusion war die Platznot besiegelt: In den nächsten fünf Jahren rechnen IGS und Gymnasium mit einem Anstieg von aktuell 1050 auf 1500 Schüler, die am Helleweg in Altwarmbüchen unterrichtet werden wollen.

Schon im Sommer 2018 kann die Realschule, in der auch die IGS ihren Platz gefunden hat, den Raumbedarf nicht mehr decken. In der Konsequenz wird die auslaufende Realschule in die Heinrich-Heller-Hauptschule umziehen, die ebenfalls keine neuen Schüler mehr aufnimmt.

Mithilfe eines Planungsbüros hat die Gemeinde in den vergangenen Monaten mit den Schulen und Nutzergruppen wie Volkshochschule, Musikschule und Sportvereinen eine Bedarfsanalyse für den Campus vorgenommen. In acht Workshops wurde geklärt, wie der Schulneubau aussehen muss.

Das Ergebnis: Es braucht einen Neubau mit einer Bruttogrundfläche von mehr als 10 000 Quadratmetern, in dem die Naturwissenschaftsräume fürs Gymnasium untergebracht werden, außerdem für die IGS zwölf Klassenräume, zwölf Differenzierungsräume, drei Lehrerstationen, drei Lehrmittelräume und Fachräume für Naturwissenschaften, Musik, Kunst und Werken. Eine gemeinsame Mensa für IGS und Gymnasium und ein sogenannter „Marktplatz“ für beide Schulformen sollen ebenfalls im Neubau realisiert werden. Die alte Sporthalle, die stark sanierungsbedürftig und zu klein ist, wird abgerissen und durch eine Vier-Feld-Halle ersetzt. Der Jugendtreff soll ebenfalls auf den Campus ziehen. Auch dafür fand sich im Schulausschuss eine Mehrheit. Bisher war der Treff auf dem Gelände der Grundschule Altwarmbüchen beheimatet.

Laut ersten Kostenschätzungen werden rund 24,3 Millionen Euro für den Neubau fällig. Ein Generalunternehmen, das Kosten- und Planungssicherheit garantiert, soll mit einer Ausschreibung bis März 2018 gefunden werden. Diese Art der Vergabe hatte die Gemeinde bereits beim Bau der neuen Feuerwehrhäuser praktiziert. 20 Monate Bauzeit kalkuliert die Gemeinde, sodass der Schulneubau Ende 2019 fertig werden könnte. „Wir gehen davon aus, dass wir bei so einem Großprojekt mehrere Bewerbungen bekommen“, betonte Joost Götze vom Amt für Gebäudewirtschaft. Die Kosten seien bisher nur eine Schätzung – genaue Zahlen werde die Ausschreibung liefern.

Wenn der Schulneubau steht, geht es weiter: Im Bestand des 40  Jahre alten Gymnasiums stehen dann Umbauten von Fachräumen und der Agora an, zudem die bereits begonnene Fassaden-Sanierung: Weitere knapp 12 Millionen Euro werden laut Verwaltung dafür benötigt. Die Arbeiten sollen frühestens 2020 einzeln vergeben werden.

Von Carina Bahl

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