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Afrikanische Prinzessin mit
 norddeutschen Genen siegt

Isernhagen Afrikanische Prinzessin mit
 norddeutschen Genen siegt

Es geht um eine erste Registrierung - aber auch um wertsteigernde Ehrungen: Bei einer Fohlenprämierung zweier Oldenburger Pferdezuchtverbände auf dem Gelände des Isernhagener Reit- und Fahrvereins haben am Donnerstag Züchter aus ganz Niedersachsen ihre Hoffnungsträger vorgestellt.

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Gute Gene: Stutfohlen „African Little Princess“ von Züchter Sören Schulze (rechts) ist eine Enkelin des erfolgreichen Springpferdes „African Queen“. Gegen quälende Bremsen gibt es vor der Schau ein Schutzspray.

Quelle: Zottl

Isernhagen H.B.. Zugegeben: Die vornehme Zurückhaltung muss „African Little Princess“ noch trainieren. Hochbeinig und mit jeder Menge Energie im Leib tobt das Oldenburger Stutfohlen über den Turnierplatz des Reit- und Fahrvereins Isernhagen, keilt aus, schlägt wilde Haken - und das alles vor der dreiköpfigen Jury. "Da geht einem Züchter doch das Herz auf", sagt Sören Schulze über sich selbst und ergänzt: "Auch wenn es jetzt gerade ganz schön wäre, wenn sie etwas ruhiger wäre." Denn gerade wird eigentlich die Gangart Schritt begutachtet.

Neben Schulze, Züchter aus Kirchhorst, traten am Donnerstag etliche Züchter aus Niedersachsen mit ihrem vierbeinigen Nachwuchs bei der gemeinsamen Prämierung des Oldenburger Pferdezucht- sowie des Oldenburger Springpferdezuchtverbands an. Eine Mussveranstaltung, bei der es nicht nur darum geht, für ein besonders gut geratenes Fohlen ausgezeichnet zu werden - die Schauen sind ein wenig vergleichbar mit dem Gang zum Bürgerbüro oder dem Standesamt. "Erst hier erhält ein Fohlen seinen Pferde-Pass", sagt der Wedemärker Züchter Dieter Pape. In dem Dokument werden neben den Angaben zum Eigentümer wichtige äußere Merkmale des Tieres, aber auch Informationen über die Abstammung oder etwaige medikamentöse Behandlungen festgehalten. "Die Prämierung ist einfach ein Bonus. So weiß jeder Züchter, wo er bei seiner Arbeit gerade steht", sagt Pape, der in Isernhagen H.B. mit seinem noch namenlosen Stutfohlen und dessen Mutter "Cheenok" gleich als Erster vor die Jury trat - und am Ende für sein Tier eine Prämierung erhielt.

Sieger der ersten Sechsergruppe - insgesamt wurden 20 Tiere begutachtet - wurde die zappelige afrikanische Prinzessin des Isernhagener Züchterkollegens. Sehr zur Freude von Sören Schulze, für den das knapp viermonatige Fohlen eine Hoffnungsträgerin ist. Denn dessen Großmutter, die den Namen "African Queen" trägt, hat bei Springturnieren zusammen mit Reiterin Annkathrin Heydenreich schon einige Erfolge erzielt. Ob die vierbeinige Prinzessin in Omas Fußstapfen treten kann, bleibt nun abzuwarten - genauso wie bei Papes Fohlen. "Das zeigt sich, wenn es in vier Jahren sein erstes Turnier absolviert", sagt der.

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