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Alles passt beim Schützenfest - bis auf das Wetter

Isernhagen Alles passt beim Schützenfest - bis auf das Wetter

Die Isernhagener Schützen waren hochzufrieden mit ihrem Fest, die Schausteller nicht ganz: Ihr Zwischenfazit war bereits am Montagnachmittag durchwachsen ausgefallen, die abendlichen Regengüsse vermiesten dann weiter die Bilanz.

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Als der große Regen einsetzt, leert sich der ohnehin nicht volle Festplatz an der Hagenstraße innerhalb weniger Minuten.

Quelle: Frank Walter

Isernhagen. Schaustellerin Alwine Trumpf sprach beim Kindernachmittag von rund 25 Prozent weniger Umsatz im Vergleich zu den Vorjahren. „Ganz bescheiden“ sei der Zuspruch gewesen, meinte auch ihr Bruder Willi Trumpf, der am Schießstand gegenüber nur wenige Plastikrosen und Plüschtiere ausgeben musste. An Gerrit lag es nicht: Mit Oma und Opa im Schlepptau schlenderte der Achtjährige von Bude zu Bude, um Plastikenten zu angeln oder Bälle auf Dosen und Pfeile auf Luftballons zu werfen.

Dass der Platz sich auch abends nicht füllte, war dann kein Wunder: Pünktlich zum Beginn des Festessens öffnete der Himmel seine Schleusen. Während die Schausteller die Wassermassen mit Besenstielen von den Zeltplanen drückten, ließ sich die Schützengemeinschaft die Laune vom Wetter nicht verderben. Rund 270 Gäste feierten die Sieger und Platzierten der vielen Schießwettbewerbe, ehe das Traditionsfest dann bei der Antenne-Niedersachsen-Party mit toller Stimmung ausklang.

270 Gäste feiern Schützenfest-Finale

Wer es sich am Montagabend beim Abschluss des Isernhagener Schützenfestes schmecken lassen will, muss erst einmal tüchtig Kalorien verbrennen: „Auf und nieder, das ist doch gut für die Gelenke“, motivierte H.B.s Schützenchef Ralf Auras die Gäste, sich einmal mehr zu Ehren erfolgreicher Schützen von ihren Plätzen zu erheben und stehend Applaus zu spenden.

270 Teilnehmer am Festessen, das freute den Vorsitzenden des ausrichtenden Schützenvereins. Die ersten beiden Tage Schützenfest habe man gut überstanden – „und jetzt haben wir alle noch genug Power, um unsere Majestäten tüchtig zu feiern.“ Und davon gibt es reichlich in den Bauerschaften, sind es doch gleich vier Vereine, die jeweils ihre eigenen gekrönten Häupter und darüber hinaus auch gemeinsame Preisträger ermittelt hatten. Dass die Ergebnisse stimmten, machte nicht nur Auras deutlich: So gut wie in diesem Jahr sei noch nie beim alle sieben Jahre ausgetragenen Hahnenschießen getroffen worden, lobte er neben Gewinnerin Bianca Klages auch deren Konkurrentinnen aus F.B., K.B. und N.B. Auch der Vorsitzende des Kreisschützenverbands Burgdorf, Werner Bösche, hatte allerlei gute Nachrichten im Gepäck, hatten die Isernhagener doch nicht nur bei ihren Traditionswettbewerben, sondern auch als Sportschützen bis auf Landesebene viele Erfolge zu verzeichnen.

Auch wenn das Festessen zum Abschluss des Schützenfestes nicht mehr als „Abend der Politik“ firmiert, gaben sich Politiker wie der Landtagsabgeordnete Rainer Fredermann, die Ortsbürgermeister und viele Ratspolitiker ein Stelldichein. „Wir zeigen, dass Sie uns wichtig sind“, rief Bürgermeister Arpad Bogya den Schützen zu. Sein mit einem Augenzwinkern vorgebrachtes Angebot, dass der Gemeindearchivar mal klären solle, ob die Tradition des Isernhagener Hahnenschießens nun bis 1749 oder gar bis 1711 zurückreiche, nahm H.B.s Schützenvorsitzender Auras gern an – auch wenn er fest davon ausgeht, dass es den ersten Dörfervergleich tatsächlich schon 1711 gegeben hat. Nach dem Ausflug in die Historie und dem Festessen setzten die Gäste dann doch wieder auf die Kalorienverbrennung: Bei der Antenne-Niedersachsen-Party feierten Hunderte bis tief in die Nacht.

Im Dezember beginnt Planung fürs nächste Jahr

Bereits am Dienstag hat sich der Festplatz an der Hagenstraße rapide geleert, die meisten Schausteller ziehen weiter nach Langenhagen. Ab Donnerstag nächster Woche wird dort Schützenfest gefeiert. Dienstagabend stand für die Vorstände der vier Isernhagener Schützenvereine und den langjährigen Festwirt Jörg Ahrend – auch dessen Eltern hatten schon mit den Schützen der Bauerschaften zusammengearbeitet – noch die Nachbesprechung an. Dabei sollte es auch darum gehen, an welchem Rädchen gedreht werden muss, um das Isernhagener Schützenfest im nächsten Jahr attraktiv zu halten. „Die Antenne-Niedersachsen-Party in diesem Jahr war zum Beispiel der Versuch, den Montagabend zu bereichern“, erläutert Herbert Eggert, als Schützen-AG-Sprecher der Cheforganisator des Traditionsfestes. Der Versuch darf als gelungen gelten. Eggert, seit 44 Jahren dem Schützenwesen verbunden, will nach den anstrengenden Wochen der Organisation erst einmal abschalten, ehe bereits im Dezember die Planungen für das Schützenfest 2016 beginnen. Die Federführung liegt dann turnusgemäß bei der Schützengesellschaft Isernhagen K.B. Bereits seit 1966 feiern die vier Schützenvereine gemeinsam.

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