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Bürgerstiftung hilft beim Seepferdchen

Altwarmbüchen Bürgerstiftung hilft beim Seepferdchen

Seepferdchen gegen das Ertrinken: Damit Kinder sich schon früh über Wasser halten können, startet die Bürgerstiftung das neue Projekt „Jedes Kind soll schwimmen lernen“: Zur Einschulung erhalten die 220 Isernhagener Erstklässler einen Gutschein über 30 Euro für einen Schwimmkurs im Altwarmbüchener Hallenbad.

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Ute Schaumann und Heiko Hesse hoffen auf viele Anmeldungen für die Seepferdchen-Kurse - unterstützt von der Bürgerstiftung Isernhagen.

Quelle: Katerina Jarolim-Vormeier

Isernhagen. „Am Sonnabend verteilen Vertreter der Bürgerstiftung bei den Einschulungsfeiern in allen fünf Isernhagener Grundschulen die Umschläge mit dem Gutschein“, kündigte Ute Schaumann, verantwortlich für Bildung und Jugendarbeit im Vorstand der Bürgerstiftung Isernhagen, jetzt beim Besuch des Hallenbades an.

Hintergrund der Aktion ist, dass immer weniger Kinder schwimmen können. „Gleichzeitig steigt aber die Zahl der Badetoten“, begründet Schaumann das neue Projekt der Bürgerstiftung, die dem Trend damit entgegenwirken will. Ein weiterer Grund sei, dass manche Eltern das Schwimmen als Bewegung nicht mehr für wichtig erachteten, erklärte Schaumann.

Wie ist das Prozedere? Jeder Erstklässler kann mit Beginn des neuen Schuljahres einen Schwimmkurs im Altwarmbüchener Hallenbad belegen. Derzeit kostet die Teilnahme 100 Euro, zudem sind 6 Euro für die Abnahme der Prüfung zu zahlen. 30 Euro übernimmt die Bürgerstiftung bei Vorlage des Abzeichens. „Wir freuen uns auf ganz viele junge Schwimmer, die den Gutschein einlösen“, sagte Schaumann.

Mit ins Boot geholt hat die Bürgerstiftung für ihr neues Projekt Heiko Hesse, Geschäftsführer des Altwarmbüchener Hallenbades. Derzeit reinigt dieser zum Ende der Sommerpause noch das Schwimmbad. Mit dem Beginn des neuen Schuljahres heute beginnt auch wieder der Badebetrieb. Laut dem Geschäftsführer gibt es in Isernhagen noch viele junge Nichtschwimmer. Das beobachtet Hesse beim Schwimmunterricht der Drittklässler, die obligatorisch in die Halle kommen. Seiner Ansicht nach ist die Schwimmausbildung mit Fünf- oder Sechsjährigen optimal. Deshalb begrüßt der Ausbilder die Initiative der Bürgerstiftung. „Gerade in ländlichen Kommunen, die kein Bad haben, ist es schwierig, Kindern das Schwimmen beizubringen“, sagte Hesse und ergänzte: „Vielen Eltern sind die Wege dann zu weit.“

Von Katerina Jarolim-Vormeier

Seepferdchen ist nur der Anfang

Kinder sollten frühzeitig an das Element Wasser gewöhnt werden, Freude an der Bewegung im Wasser verspüren und durch das Schwimmen lernen, erste Schritte in Richtung der Selbstrettung zu gehen – so fasst es der Landesverband Niedersachsen der Deutschen ?Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) zusammen. Zur Förderung der Motivation und zur Einschätzung der Fähigkeit für die Kinder selbst, ihrer Eltern und der Lehrer können verschiedene Abzeichen erworben werden. Für die Schwimmanfänger ist dies das „Seepferdchen“. Bei dem Kurs macht sich das Kind mit dem Wasser vertraut und erlernt die grundlegende Schwimmtechnik. Das Abzeichen erhält, wer nach dem Sprung vom Beckenrand 25 Meter schwimmen und zudem einen Gegenstand mit den Händen aus schultertiefem Wasser holen kann. Allerdings: „Erst ab dem Jugendschwimmabzeichen in Bronze kann man von einem sicheren Schwimmer ausgehen!“, warnt die DLRG. Dafür muss unter anderem eine Strecke von 200 Metern in maximal 15 Minuten zurückgelegt werden. wal

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