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Glimpflicher Ausgang für Schwarzfahrerin

Altwarmbüchen Glimpflicher Ausgang für Schwarzfahrerin

Mit einem sprichwörtlich blauen Auge ist eine junge Schwarzfahrerin aus Altwarmbüchen jetzt vor dem Amtsgericht Burgwedel davongekommen. Richterin Franziska Vandrey stellte das Verfahren unter Auflagen vorläufig ein.

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Die Amtsrichterin sah von einer Bestrafung ab.

Quelle: Martin Lauber (Archiv)

Isernhagen. Die junge Frau war als damals 18-Jährige zwischen August und November 2014 gleich viermal ohne einen gültigen Fahrschein in den Stadtbahnen erwischt worden.

Ihre Eltern hatten sich damals gerade getrennt, „ich war ein bisschen verwirrt“, sagte die von ihrem Auftritt im Gerichtssaal sichtbar beeindruckte Altwarmbüchenerin mit schluchzender Stimme aus. Eine schwierige familiäre Situation, ohne Abschluss von der Schule, seitdem Nebenjobs und finanziell abhängig vom Freund und Vater - „sie erscheint mir haltlos“, sagte die Vertreterin der Jugendgerichtshilfe. Sie sprach sich für eine Hilfestellung und gegen eine Bestrafung aus, zumal die Angeklagte nun ihren Schulabschluss nachmachen wolle.

Diesem Vorschlag folgten Staatsanwalt und Richterin ohne lange Diskussion: Fünf Gesprächstermine bei einer Lebensberatungsstelle, dazu zwei Tage gemeinnützige Arbeit - unter diesen Auflagen wurde das Verfahren vorläufig eingestellt. Bei immerhin vier Schwarzfahrten sei sie noch glimpflich davongekommen, gab die Amtsrichterin der jungen Altwarmbüchenerin mit auf den Weg. Und kündigte an: „Beim nächsten Mal geht das nicht so ab.“

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