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Heilig-Kreuz-Kirche wird ab August gebaut

Altwarmbüchen Heilig-Kreuz-Kirche wird ab August gebaut

Der Abriss ist schon Wochen her. Wann geht es endlich los mit dem Bau der neuen Kirche in Altwarmbüchen? Noch im August, teilt jetzt die Katholische Kirche Region Hannover mit - und stellt den Katholiken vor Ort eine lange Zeit ohne eigene Kirche in Aussicht.

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Die zwei Wohnhäuser an der Königsberger Straße in Altwarmbüchen sind abgerissen: Im August soll der Bau der neuen Heilig-Kreuz-Kirche beginnen.

Quelle: Carina Bahl

Isernhagen. „Wichtig ist nicht, dass alles nach Zeitplan läuft, sondern dass der Bau von seiner Architektur und Symbolkraft so wird, wie die Gemeinde ihn sich vorgestellt hat“, betont Marie Kleine, Sprecherin der Katholischen Kirche Region Hannover. In der Tat ist es ein besonderes Großprojekt, das sich Altwarmbüchens Heilig-Kreuz-Gemeinde vorgenommen hat: Erstmals seit 40 Jahren soll eine neue Kirche im Bistum Hildesheim gebaut werden - in Zeiten, wo ein Gotteshaus nach dem anderen abgerissen wird.

Die Katholiken haben dafür ihr Grundstück an der Bothfelder Straße an einen Investor verkauft, der dort einen Rewe-Markt im nächsten Jahr eröffnen will. Die alte Kirche, die stark sanierungsbedürftig ist, wird dafür ab Oktober abgerissen. Das Mobiliar soll Kirchengemeinden im Ausland gespendet werden. Die Bänke beispielsweise sind bereits einer Gemeinde in Polen versprochen worden. „Es wird derzeit darüber beraten, ob es irgendwie machbar ist, den jetzigen Altar in die neue Kirche zu überführen“, sagt Kleine. Denn: Eine Kirche wird nicht einfach abgerissen - sie wird vorher feierlich profaniert. Alle liturgischen Gegenstände werden dabei in einer festlichen Zeremonie herausgetragen, „und die Kirche so von einem Haus Gottes zu einem Haus gemacht“, ergänzt Kleine.

Mehr als eine Million Euro investiert Heilig Kreuz, um auf dem 1250 Quadratmeter großen Grundstück an der Königsberger Straße ein modernes Gemeindezentrum zu bauen, das mit viel Glas und Licht für Groß und Klein einladend wirken und Platz bieten soll. „Derzeit läuft alles nach Zeitplan. Die neue Kirche soll Ende nächsten Jahres fertig sein“, sagt Kleine. „Bei einem Bauprojekt dieser Größenordnung weiß man aber nie so genau, ob es eine Punktlandung wird.“ Die rund 1000 Katholiken aus Heilig Kreuz werden mindestens ein Jahr ohne eigenes Gotteshaus in Altwarmbüchen auskommen müssen.

Die Lösung ist jedoch bereits gefunden und heißt „Kirchenasyl“ - im wortwörtlichen Sinne. „Die Gemeinde wird ihre Gottesdienste in der evangelischen Christophorus-Kirche in Altwarmbüchen feiern dürfen“, sagt Kleine. Man sei sehr dankbar für dieses großzügige Angebot, das Verbundenheit ausdrücke.

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