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Ortsrat lehnt weitere Wohngebiete ab

Altwarmbüchen Ortsrat lehnt weitere Wohngebiete ab

An welchen Stellen soll Isernhagen bis 2030 noch Wohngebiete ausweisen? Mit dieser Frage beschäftigen sich momentan sämtliche Ortsräte der Gemeinde. Das Signal aus Altwarmbüchen war am Donnerstagabend deutlich: Es reicht!

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Die Wietzeaue soll vorerst das letzte neue Wohngebiet in Altwarmbüchen sein. Das wünscht sich der Ortsrat.

Quelle: Frank Walter

Altwarmbüchen. Die Prognose der Gemeindeverwaltung für den Wohnflächenbedarf bis 2030 sieht noch einen weiteren Bedarf von 3,5 Hektar vor. Mehr als 15 Hektar Wohnbauland sind bereits politisch beschlossen. Die Ortsräte in H.B. und Kirchhorst haben bereits Interesse angemeldet, einen Teil der noch freien Kapazitäten als neue Wohngebiete in ihren Dörfern zu entwickeln. Der Ortsrat Altwarmbüchen hingegen sprach sich jetzt eindeutig gegen ein weiteres Wachstum aus.

„Den Bedarf dafür sehe ich nicht. Wir sollten uns hier nicht komplett zupflastern“, sagte Anette Heinze (SPD). „Wir sind gerade eh in einer starken Phase des Wachstums“, betonte Arne Grävemeyer (CDU) mit Blick auf das Neubaugebiet Wietzeaue, das ab 2017 noch um 5,1 Hektar erweitert werden soll. „Die Infrastruktur muss schließlich auch dazu passen. Wir kommen langsam wirklich an unsere Grenzen.“ Aus Sicht der Grünen stand bei den gleichzeitig stark wachsenden Gewerbegebieten und der zu erhaltenden Natur auch die Art der neuen Wohngebiete im Vordergrund: „Wir sollten unsere Baulücken schließen und die Restflächen vermarkten, aber noch mehr hochwertiges Bauland braucht es nicht. Günstiger Mietraum ist doch sehr viel wichtiger“, sagte Hans-Jürgen Beck (Grüne). Der Generationswechsel im Bestand werde laut Christiane Müller-Koenig (Grüne) ohnehin in den nächsten Jahren ein Wachstum mit sich bringen, wenn junge Familien die Häuser älterer Paare bezögen.

Der soziale Wohnraum lag auch Heiko Weichert (Linke) am Herzen: „Den fordere ich seit drei Jahren in meiner Haushaltsrede.“ Das Problem ist jedoch hausgemacht: „Der Bodenrichtwert in Altwarmbüchen ist inzwischen derart hoch, dass es schwierig ist, günstigen Wohnraum anzubieten. Es muss sich für die Bauträger auch finanzieren lassen“, erklärte Gemeindeplaner Benjamin von Ahlen. „Aber das Thema ist wichtig.“

Weitere Wohngebiete wird es also vorerst nicht geben - auch für die Erweiterung der Splittersiedlung „Entenpfuhl“ und einen Einzelantrag auf Hinterbebauung an der Hannoverschen Straße konnte sich der Ortsrat nicht erwärmen. „Mit so etwas schafft man Vorbild-Beschlüsse und einen Domino-Effekt“, mahnte Grävemeyer.

Dennoch werden in Altwarmbüchen bald wieder die Bagger rollen: Die Baugenehmigung für neue Mehrfamilienhäuser an der Seestraße ist laut von Ahlen erteilt. Gleiches gilt für die Filiale von Kentucky Fried Chicken an der Opelstraße: „Die werden da jetzt schnell anfangen.“ car

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