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Tafel: Andrang ist groß wie nie

Isernhagen Tafel: Andrang ist groß wie nie

Seit rund zehn Jahren gibt es die Ausgabestelle der Langenhagener Tafel in Altwarmbüchen – und der Andrang ist mittlerweile riesig.

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Die Tische biegen sich unter dem Gewicht der vielen Tüten.

Quelle: Frank Walter

Altwarmbüchen. Es sind Menschen wie die Frührentnerin aus Altwarmbüchen, die sich mittwochs zwischen 13 und 14 Uhr im Christophorus-Gemeindehaus an der Bernhard-Rehkopf-Straße eine Tüte mit Lebensmitteln abholen. 30 bis 40 Euro spare sie so im Monat, erzählt die Frau: "Das hilft sehr.“ Bei rund 800 Euro, die sie zur Verfügung habe, werde es am Monatsende schon mal knapp.

Wie knapp es dann bei manchem wird, das merken die Ehrenamtlichen Ingeborg Heike, Beate Kettler und Günter Rinne an der Kasse, wo jeder Kunde einen Euro als Obolus bezahlen muss. "Zum Monatsende macht mancher das schon mal in 2- oder 5-Cent-Münzen“, sagt Rinne. Und wenn gar kein Geld mehr im Portemonnaie sei, "dann legt das einer von uns auch schon mal privat aus“.

Exakt 124 Beutel mit gespendeten Lebensmitteln sind es an diesem Mittwoch, in Langenhagen gepackt für Einzelpersonen und Familien aus ganz Isernhagen. Obst und Gemüse sowie Backwaren werden in großen Körben angeliefert. Als der Lieferwagen am Gemeindehaus vorfährt, fassen Ehrenamtliche wie Kunden gleichermaßen mit an, um alles in den Ausgaberaum zu schaffen.

Dabei haben sie deutlich mehr Tüten zu tragen als früher. Waren es vor Beginn der Flüchtlingskrise etwa 60 bis 70 Beutel, so werden heute in Altwarmbüchen regelmäßig doppelt so viele Lebensmitteltüten ausgegeben. "Rund 400 Personen versorgen wir so“, sagt Rinne – leider nicht mehr mit so viel Lebensmitteln wie früher, denn mit dem Andrang der Kunden habe die Spendenbereitschaft nicht Schritt gehalten. Viele Supermärkte kalkulierten heute knapper. "Wir würden gern vollere Tüten ausgeben“, bedauert Ingeborg Heike, die bereits seit zehn Jahren zum eingespielten Team der Tafel-Helfer gehört. Die Frage nach ihrer Motivation beantwortet sie ähnlich wie ihre Mitstreiter: Es gehe ihr sehr gut, sie habe Haus und Auskommen. "Da möchte ich der Gesellschaft etwas zurückgeben.“

Und dass es dabei nicht nur um Lebensmittel geht, das bestätigt die Frührentnerin aus Altwarmbüchen, die seit einem halben Jahr zu den Tafel-Kunden zählt: Alle Helfer seien mit Leib und Seele dabei, "und immer haben sie ein offenes Ohr für uns“.

Kontakt

Die Langenhagener Tafel ist dringend auf die Hilfe von Bäckereien und Supermärkten angewiesen. Benötigt werden ebenfalls Hygieneartikel. Neue Mitglieder sind stets gern gesehen. Der Verein ist für weitere Informationen unter Telefon (0511) 7850030 zu erreichen.

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Von Frank Walter

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