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Anwohner setzt sich für Erhalt alter Häuser ein

Isernhagen Anwohner setzt sich für Erhalt alter Häuser ein

Die Häuser mit den Nummern 2 bis 6 an der Straße Fuhrbleek in Isernhagen N.B. sind 1904 bis 1910 gebaut worden. Das Objekt  Nummer 6 ist nun an einen Gastronomen aus Hannover veräußert worden – und der plant eine Modernisierung.

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Die Hausnummern 4 bis 6 an der Straße Fuhrbleek bilden ein Ensemble und und verleihen der Straße den Charakter.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Isernhagen N.B.  Michael Franz wohnt an der Straße Fuhrbleek 4. Sein Haus ist zwischen 1904 und 1910 gebaut worden. Es gehört zu drei Gebäuden, die ein Ensemble bilden und zur gleichen Zeit errichtet worden sind. Neben seinem Wohnhaus steht ein ebenfalls mehr als 100 Jahre altes Objekt, das jetzt ein hannoverscher Gastronom gekauft hat. Seitdem kursieren nach Aussage von Franz’ Gerüchte, dass der neue Eigentümer die alte Bausubstanz nicht erhalten, sondern abreißen und an gleicher Stelle ein Mehrfamilienhaus neu bauen möchte. Das wiederum stößt auf Kritik des Anwohners: „Immer mehr leidet das historische Erscheinungsbild Isernhagens“, sagt Franz entrüstet.

Gleichwohl schrieb Franz an die Gemeinde, um mit Nachdruck dafür zu kämpfen, den Charakter der Straße beizubehalten. Eine Einschätzung, die auch Bürgermeister Arpad Bogya teilt: Der Erhalt des Ortsbildes sei für die Gemeinde Isernhagen auch aus städtebaulicher Hinsicht wichtig, heißt es in desen Brief an Michael Franz. Deshalb sei die Bauvorschrift für die Isernhagener Bauerschaften im April beschlossen worden, schreibt der Bürgermeister.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Das Gebäude Fuhrbleek 6 befinde sich im Geltungsbereich dieser Gestaltungssatzung. Allerdings könnte der neue Eigentümer das Haus abreißen, denn eine Rücksprache mit dem Landesamt für Denkmalpflege habe ergeben, dass das Objekt kein Denkmal sei. Außerdem, so Bogya weiter, sei der „Abbruch von baulichen Anlagen genehmigungsfrei, jedoch vor Beginn der Arbeiten der Bauaufsicht zu melden“ – so steht es zumindest in der Niedersächsischen Bauordnung. „Eine Verhinderung des Abrisses ist mir nicht möglich“, teilt Bogya mit. Gleichwohl wolle das Bau- und Planungsamt der Gemeinde mit dem Eigentümer Kontakt aufnehmen und auf die Sensibilität hinweisen.

„Der Dorfcharakter sollte erhalten bleiben“, meint auch Ortsbürgermeister Günter Leydecker. Seinen Angaben nach sind die drei Häuser explizit in die Gestaltungssatzung aufgenommen worden. Auch der Ortsbürgermeister plädiert wie Franz dafür, die bestehende Bausubstanz beizubehalten.

Möglicherweise aber sind alle Sorgen unberechtigt, denn für den neuen Eigentümer kommt ein Abriss nicht in Frage: „Um Himmels Willen“, sagt er auf Anfrage. Geplant sei 2018 eine Modernisierung des Hauses. Der Gastronom will dort selbst einziehen - und unter dem Dach sollen zwei Generationen im Haus Platz finden.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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