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Auch L381 wird Großbaustelle

Isernhagen/Burgwedel Auch L381 wird Großbaustelle

Jetzt ist der Sanierungsplan für die Isernhagener Altdörfer komplett: Auch die L381 vom Abzweig nach Isernhagen-Süd in N.B. über H.B. bis Großburgwedel muss erneuert werden. Danach sollen Radfahrer in Richtung Großburgwedel die Fahrbahn benutzen – was für Proteste sorgt.

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Die L381 in Isernhagen H.B. muss saniert werden, die Situation für  Radfahrer wird neu geordnet.

Quelle: Frank Walter

Isernhagen/Burgwedel. Der Komplettausbau in Isernhagen F.B. und K.B., die Fahrbahnsanierung im weiteren Verlauf der K113 in K.B. und N.B., der Bau eines Kreisels am Abzweig nach Langenhagen – das war bekannt. Seit Donnerstagabend ist klar: Das Land wird auch die L381 vom Abzweig nach Isernhagen-Süd in N.B. durch H.B. und weiter Richtung Großburgwedel sanieren.

Die Isernhagener Altdörfer werden damit ab 2017 etwa zwei Jahre lang zur Dauerbaustelle. Wann genau wo saniert wird, ist noch unklar. "Wir werden als Gemeinde darauf hinwirken, dass Land und Region nicht gleichzeitig bauen“, versichert Ordnungsamtsleiter Michael Niederhausen. "Das wäre der Super-Gau für Isernhagen.“

Für die Sanierung der L381 in N.B. und H.B. und weiter bis zur A7-Brücke in Großburgwedel gibt es bislang nur ein grobes Konzept. In jedem Fall sei die Straße "dringend zu sanieren“, wie Heike Stephan von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr am Donnerstagabend bei einer Sitzung des Isernhagener Bauausschusses und der Ortsräte H.B. und N.B. sagte. Ob man mit einer neuen Fahrbahndecke auskomme oder aber auch der Unterbau zu erneuern sei, müssten die noch anstehenden Untersuchungen ergeben.

Geplant ist die Sanierung für 2018; falls ein Grundausbau nötig sei, "wird das aber 2018 kaum was werden“ (Stephan). In jedem Fall soll der neue Asphalt dann auch der Untergrund für Radfahrer in Richtung Großburgwedel sein – das Land wird auf der Ostseite der Ortsdurchfahrt einen Fahrradschutzstreifen aufzeichnen.

Gegenläufiger Radverkehr sei auf dem zu schmalen Gehweg durch H.B. und N.B. künftig ausgeschlossen, die geänderte Straßenverkehrsordnung wolle die Radfahrer auf der Straße haben – und da die Fahrbahn zu schmal für das Einhalten des Sicherheitsabstands sei, sei der Schutzstreifen nötig, so die Erläuterung.

Bei Bürgern wie Politikern sorgte diese Nachricht am Donnerstagabend gleichermaßen für Proteste. Ob es richtig sei, dass sogar Kinder ab 13 Jahren dann auf der vielbefahrenen Straße unterwegs sein müssten, wollte Ilona Bremer (Grüne) wissen. "Ja“, lautete die knappe Antwort der Landesbehörde-Mitarbeiterin. Für die Radfahrer sei es auf der Fahrbahn extrem gefährlich, für alle anderen bedeute dies eine Verkehrsbehinderung, kritisierte Ulrich von Rautenkranz (FDP) – und erntete Applaus von mehreren Dutzend Zuhörern. "Ich werde den Streifen nicht nutzen, ich hänge an meinem Leben“, sagte Timm Jacobsen (CDU).

CDU, FDP und Grüne wollen sich nicht damit abfinden, dass die Radfahrer auf die Straße gezwungen werden sollen: Sie wollen die Gemeindeverwaltung in der nächsten Ratssitzung auffordern, die Möglichkeiten zum Bau eines zweiten Radwegs entlang der L381 zu prüfen. Dass das im engen Straßendorf Isernhagen schwierig wird, ist den Politikern bewusst.

Von Frank Walter

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