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Auch Ortstermin bringt keine Einigung

Kirchhorst Auch Ortstermin bringt keine Einigung

Viele Probleme, aber nicht immer Konsens, wie diese zu lösen sind – so lässt sich die Sitzung des Ortsrates Kirchhorst von Mittwochabend zusammenfassen. Oder, wie es Anne Ingrid Kollenrott (Grüne) sagte: "Wir machen uns gerade echt lächerlich!"

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Schwerlastverkehr auf schlechter Fahrbahn: Die Straße Großhorst ist immer wieder Thema im Ortsrat Kirchhorst.

Quelle: Frank Walter

Kirchhorst. Belustigte Blicke und Äußerungen von den Zuhörerplätzen, betretenes Schweigen an den Tischen der Ortsratspolitiker – und dann dieser Satz von Anne Ingrid Kollenrott (Grüne): „Wir machen uns gerade echt lächerlich.“ Ortsbürgermeister Herbert Löffler (SPD) fand es „unverständlich“, was gerade passiert war. „Wir hatten doch Konsens!“

Zwei Anträge, keine Mehrheit

Was war passiert? Die Politiker hatte sich vor Beginn der öffentlichen Sitzung zu einem Ortstermin an der Straße Großhorst getroffen, die immer wieder Thema im Gremium ist. Der Fahrbahnbelag ist kaputt, kein Gehweg vorhanden, dazu Lastwagenfahrer, die nachts ihre Sattelzüge am Straßenrand parken und dort ihren Müll entsorgen – man hatte sich extra das Ordnungsamt eingeladen, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Doch war man sich dabei wirklich einig geworden, wie der Ortsbürgermeister dies kurz darauf in der Ortsratssitzung sagte? Offenbar nicht. Eine Verengung auf eine Fahrspur zur Straße Kollberg? Den hinteren Teil der Straße Kollberg zum Gewerbegebiet hin abpollern? Oder doch nicht, weil dort eine Buslinie verkehrt? Ein Halteverbot mit Betonringen alle zehn Meter im Seitenraum, damit Brummifahrer dort keine Lastwagen mehr parken können? Wenn ja, in welchem Abschnitt? Oder besser doch nicht, da man die Lastwagen dann ja nur in andere Straßen verdrängen würde? Und wer soll das überhaupt kontrollieren?

Brauchte es wirklich noch eine Abstimmung, um deutlich zu machen, dass man sich wirklich nicht einig war? Ja, die brauchte es – und sogar zwei: Doch weder für den CDU-Antrag für ein nächtliches Halteverbot für Lastwagen an der Straße Großhorst noch für die etwas vorsichtigere Variante, dass die Verwaltung erst einmal die Machbarkeit prüfen möge, fand sich eine Mehrheit.

In anderen Punkten wurden sich die Politiker dann aber doch noch einig: Thomas Mazur (parteilos) brachte mit seinem Vorschlag, die Gemeindeverwaltung die Einführung einer Smart Parking Zone in den Gewerbegebieten prüfen zu lassen, seine Ortsratskollegen hinter sich. Bei diesem System können Lastwagenfahrer per Smartphone Parkgebühren entrichten. Von den Einnahmen könnten die Seitenstreifen gereinigt werden, eine Kontrolle wäre durch die online hinterlegten Kennzeichen möglich. Die Verwaltung soll dazu Erfahrungsberichte aus anderen Kommunen einholen.

Die Forderung nach Lärmschutzmaßnahmen an der A 7, wie sie die SPD formulierte hatte, ist in Kirchhorst kein neues Thema. „Das ist damals schon hoch und runter geprüft worden“, erinnerte die ehemalige Ortsbürgermeisterin Renate Vogelgesang (CDU). Die Verwaltung soll aber noch mal eine Stellungnahme abgeben. Ebenfalls schon einmal Thema war die Suche nach einem Skaterplatz für Kirchhorster Jugendliche, wie sie jetzt die Grünen beantragt hatten. Auch damit soll sich die Verwaltung erneut befassen.

Und auch bei zwei CDU-Anträgen für mehr Verkehrssicherheit wurde sich der Ortsrat einig: An der Steller Straße in Höhe des Kirchhorster Sees soll ein Halteverbot angeordnet werden – im Sommer parken dort häufig Badegäste auf dem Grünstreifen. Und an der gesamten Steller Straße sollen die Markierungen des Radfahrstreifens erneuert werden.

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