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Tempo 30 in der Ortsmitte?

Isernhagen Tempo 30 in der Ortsmitte?

Wie lassen sich die Kinder, die zur Grundschule unterwegs sind, vor Rasern im Zentrum von N.B. schützen? Eine Beschränkung auf Tempo 30, wie von Anwohnern gefordert, ist nicht die Lösung, hieß es am Donnerstagabend im Ortsrat.

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Mit Geschwindigkeitsmessungen will die Gemeinde das Rasen auf der Ortsdurchfahrt in Isernhagen N.B. eindämmen.

Quelle: Carina Bahl

Isernhagen N.B.. Die Gesetzesänderung des Bundesverkehrsministeriums, die es Straßenbehörden erleichtern soll, vor Schulen, Pflegeheimen und Kitas Tempo 30 anzuordnen, hatte Hoffnung geweckt: Könnte nicht auch die stark befahrene Ortsdurchfahrt in N.B. in Höhe des Zentrums, unweit der Grundschule, ein Tempolimit bekommen? Mit dieser Frage hatten sich direkte Anlieger an die Gemeindeverwaltung gewandt.

Im Ortsrat N.B. dann die Enttäuschung: „Wir können dort kein Tempo 30 anordnen“, berichtete Claudia Halfen aus der Verwaltung vom Ergebnis der Prüfung. Die Grundschule befinde sich nicht direkt an der Ortsdurchfahrt, sondern wenige Meter weiter an der Straße Auf dem Windmühlenberge – die Gesetzesänderung umfasse aber nur den Bereich direkt vor Schulen, Kitas und Co.

Was die Gemeinde aber tun möchte, um die Raserei einzuschränken, sind gezielte Geschwindigkeitsmessungen – über 24 Stunden oder auch „scharf“, um Verstöße ahnden zu können. Gleichzeitig soll ermittelt werden, wie sich das Verkehrsaufkommen im Zentrum entwickelt hat. Den Vorschlag aus der Einwohnerschaft, die nahe Grundschule mit Schildern oder Hinweisen auf der Straße deutlicher zu kennzeichnen, um die Autofahrer für die querenden Kinder zu sensibilisieren, will die Verwaltung prüfen.

Ein weiteres Problem sieht der Ortsrat in dem maroden Gehweg, der von der Ortsdurchfahrt zur Grundschule führt. Die Ursache dafür ist bekannt: Die Lastwagen, die den Supermarkt versorgen, fahren stets über den Gehweg, weil sie auf dem engen Parkplatz nicht anders rangieren können. Auch die Einkäufer nutzen selten die nur schwer erkennbare Zufahrt, sondern fahren direkt über die hohen Bordsteine davon.

„Das ist kein Zustand“, kritisierte Heinrich Bätke (CDU). Zumal eine Sanierung des Weges so nur wenig Sinn habe. Wenn, dann müsse der Weg künftig so ausgelegt werden, dass er die Last von Schwertransportern aushalte – „sonst tragen wir jedes Jahr eine neue Bitu-Schicht auf.“ Wer diese Grunderneuerung zahlen müsste – Gemeinde oder Eigentümer – soll nun ebenfalls geklärt werden.

Von Carina Bahl

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