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Babyboom ist Herausforderung

Isernhagen Babyboom ist Herausforderung

Innerhalb von drei Jahren hat die Zahl der Kleinkinder in Isernhagen um mehr als 20 Prozent zugenommen. Das ist einerseits schön, stellt die Gemeinde aber auch vor Herausforderungen.

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Isernhagen verzeichnet einen starken Anstieg an Kindern im Alter von bis zu zwei Jahren.

Quelle: Symbolbild

Isernhagen. Man sei „völlig entfernt“ von den Zahlen, die Region und Gemeinde vermutet hatten: So fasste Amtsleiterin Sylvia Voltmer zusammen, was sich in den Isernhagener Kinderzimmern in den vergangenen drei Jahren getan hat. 672 Kinder im Alter von bis zu zwei Jahren lebten am 1. Oktober in der Gemeinde - drei Jahre zuvor waren es 555 gewesen. „Sehr schön“, kommentiert der Erste Gemeinderat Frank Niemeier das - zumal es in vielen Bereichen der Region sogar einen Rückgang zu verzeichnen gebe.

Ein Stromausfall, wie Romantiker jetzt vermuten könnten, fällt als Ursache allerdings aus - die Energiewerke Isernhagen liefern zuverlässig, und längst ist auch wissenschaftlich bewiesen, dass die große Dunkelheit nach Blackouts im Stromnetz keineswegs einen Babyboom zur Folge hat. Vielmehr machen sich bei den Kinderzahlen die Neubaugebiete bemerkbar, und auch im Altbestand vollzieht sich ein Generationswechsel. Laut Region sind von 2012 bis 2014 insgesamt 92 Kinder bis zwei Jahre nach Isernhagen gezogen.

Die eigentlich „weichen“ Standortfaktoren wie Angebote für Kinderbetreuung seien für Familien längst „harte“ Faktoren, sieht Niemeier die Entwicklung als Bestätigung für die Qualitäten Isernhagens als Wohnstandort. „Da haben wir offenbar nicht so viel falsch gemacht“, sagt der Erste Gemeinderat.

So schön es auch ist, als familien- und kinderfreundliche Kommune zu gelten, einen Haken hat die Sache dann doch. Denn obwohl die Gemeinde in den vergangenen Jahren die Zahl ihrer Krippenplätze fast vervierfacht hat, ist ein Ende der Fahnenstange nicht in Sicht. Trotz 310 Betreuungsplätzen, darunter fast 100 bei Tagesmüttern, liegt die Betreuungsquote für ein- und zweijährige Kinder bei „nur“ 68 Prozent. „Nur“ deshalb, weil zum Anfang des Kindergartenjahres noch 40 Kinder auf der Warteliste für Krippenplätze standen. Plätze fehlten vor allem in Altwarmbüchen, wo bis Ende 2016 an der AWO-Kita am Helleweg zwei neue Krippengruppen entstehen sollen. Aber auch für H.B., K.B. und N.B. zeichnet sich eine Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit ab - wobei der Wunsch gen 100-Prozent-Betreuungsquote gehen dürfte.

Von Frank Walter

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