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Bach beflügelt Chor und Orchester

Isernhagen Bach beflügelt Chor und Orchester

Mit Pauken und Trompeten beginnt Bachs weltberühmtes Weihnachtsoratorium. Bei der Musikschule Isernhagen und Burgwedel werden sie noch lange nachhallen. Denn mit 130 Mitwirkenden hat sie das Meisterwerk im ausverkauften Isernhagenhof grandios ins Werk gesetzt.

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Das Orchester spielt sich warm für die anderthalbstündige Aufführung - und in der rappelvollen Scheune des Isernhagenhofs steigt die Spannung des Publikums von Minute zu Minute.

Quelle: Martin Lauber

Isernhagen. Wer eine Vision hat, muss nicht unbedingt zum Psychiater gehen. Jan Behnken, Lehrer für Schlagzeug und Gesang an der Musikschule, hat es nicht mit Helmut Schmidt gehalten. Mit seiner Idee, die ersten drei Teile des Weihnachtsoratoriums mit Projektchor und -orchester auf die Bühne zu bringen, wandte er sich lieber an Dirk Roßmann.

Bettina Wulff, deren Kinder er unterrichtet und die selbst dereinst im Rossmann-Marketing gearbeitet hatte, stellte den Kontakt her. Dass Behnken im Spätsommer gut 20 Profi-Instrumentalisten und -sänger für die Soloparts engagieren konnte, das machte der Drogerie-Unternehmer finanziell möglich.

Von der ambitionierten Unternehmung Weihnachtsoratorium fühlten sich viele angezogen. Das 30-köpfige Streichorchester unter Leitung von Bettina Kober der Musikschule schwoll an um Dozenten und Ex-Lehrkräfte, um Eltern von Schülern und ehemalige Schüler. Einen eigenen Erwachsenenchor hat die Musikschule überhaupt nicht - und trotzdem standen am Sonntagabend 70 Sängerinnen (darunter die Ehefrau des Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff) und Sänger auf der Bühne und intonierten: „Jauchzet und frohlocket“.

Seit September hatten beide Projekt-Ensembles regelmäßig für die anderthalbstündige Aufführung geprobt, die am Sonntagabend - dirigiert von Behnken - vom Publikum mit stürmischem Applaus gefeiert wurde.

Nach dem Erfolg wusste Musikschuldirektor Andreas Fingberg-Strothmann gar nicht, auf wen er am meisten stolz sein sollte. „Für die Schüler war es ein absoluter Höhepunkt, zusammen mit Profis zu musizieren - eine tolle Erfahrung, die noch Jahre nachwirken wird.“ Ihm selbst und seiner Stellvertreterin Nicola Bodenstein-Polito ging es nach 11 Jahren als Musikschulchefs kaum anders: „Wir sind im Stolz-Modus.“

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