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Bauherr des Legehennenstalls wird diffamiert

Kirchhorst Bauherr des Legehennenstalls wird diffamiert

Der Streit geht weiter: Die Kritik am von Landwirt Gordon Gosch geplanten Legehennenstall für 6000 Tiere 600 Meter westlich von Kirchhorst ebbt nicht ab - sie nimmt jetzt sogar neue Dimensionen an. Kritiker haben diffamierende Zettel an landwirtschaftliche Fahrzeuge gehängt.

Kirchhorst. Dabei handelt es sich laut Ortsratsmitglied Hugo Berkelmann (CDU) nicht einmal um die Treckergespanne von Gosch, sondern um die eines ganz anderen Landwirtes in Kirchhorst, der Flächen neben dem Areal hat, auf dem der Legehennenstall entstehen soll.

Durch Zufall hat Berkelmann das an einen Hänger geklebte DIN-A4-Blatt entdeckt. Darin wirft der unbekannte Verfasser Gosch vor, die herausstehenden Seitenklappen des Hängers unverantwortlich in den Weg hineinragen zu lassen: Fahrradfahrer könnten sich bei Dunkelheit verletzen, lautet der Vorwurf. Weiter heißt es auf dem Zettel: „Wem der Hänger gehört, wird nicht schwer zu erraten sein. Es wird der gleiche Landwirt sein, der gegen den Willen von hundert Bürgern eine Hühnerfarm errichtet, weil ihm das Wohl und die Gesundheit seiner Mitmenschen egal sind.“ Zudem ist zu lesen: „Aber es wird sich auch bewahrheiten, dass wer sein persönliches Wohl auf dem Unglück anderer aufbauen will, keinen Erfolg haben wird.“

Ein Unding, wenn es nach Berkelmann geht: „Erst wird ein Zettel geklebt und anschließend werden die Reifen zerstochen“, befürchtet er. „Das geht wirklich zu weit.“

Seit Bekanntwerden der Bauplanung von Gosch ist der Gegenwind heftig: Überfüllte Sitzungen politischer Gremien, Unterschriftensammlungen und sogar eine Online-Petition an die Region, die den Stall genehmigen muss, haben die Gegner bewirkt.

„Wir schenken der Sache keine Aufmerksamkeit“, sagt Bauherr Gosch. Kein Landwirt stelle absichtlich Fahrzeuge auf den Weg. Und wenn das in Erntezeiten vorkomme, dann sei im Dorf bisher die direkte Ansprache üblich, erklärt der 26-Jährige.

Vordergründig, das weiß auch Ortsbürgermeisterin Renate Vogelgesang, hat sich der Protest im Dorf etwas beruhigt. Eine Handvoll Kritiker habe das Engagement des Ortsrates, der die Bedenken und Sorgen vor Keimen und Geruch aus dem Weg räumen wollte, jedoch noch nicht erreicht.

Von Katerina Jarolim-Vormeier

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