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Bauvoranfrage für den Maikäfer zurückgezogen

Isernhagen Bauvoranfrage für den Maikäfer zurückgezogen

Auf diese Gelegenheit hatte der Ortsrat Kirchhorst lang gewartet: Am Montagabend konnten die Politiker Investor Frank Jasiek nach seinen Hotel-Plänen am See und auf dem Gelände des Maikäfers befragen – die Antwort gefiel nicht.

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Die Bauvoranfrage für das Hotel, das auf dem Gelände der ehemaligen Gaststätte Zum Maikäfer entstehen soll, hat der Investor zurückgezogen. Auch seine Pläne für ein Hotel am Kirchhorster See sind nun beerdigt.

Quelle: Carina Bahl

Kirchhorst. Auf der Tagesordnung des Ortsrates stand eigentlich nur die Bauvoranfrage von Frank Jasiek, auf dem Gelände der stillgelegten Gaststätte Zum Maikäfer ein Hotel samt Gastronomie zu errichten. Dieses Thema kann in Kirchhorst aber nicht ohne ein anderes betrachtet werden – plant doch derselbe Investor seit fünf Jahren auch, ein großes Hotel am See zu bauen.

„Wir brauchen einfach mal eine verbindliche Aussage von Ihnen“, sprach Ulrich von Rautenkranz (FDP) dem Plenum aus dem Herzen. „Ist die Planung für das Hotel am See gestorben?“. Jasieks Antwort sorgte für Kopfschütteln in den Reihen: „Ja, das ist so. Beides schaffe ich einfach nicht. Und beim Maikäfer muss etwas passieren, der verrottet“, erklärte der Investor.

Die Gemeinde steht mit dieser Entscheidung nun vor einer komplett neuen Vermarktung der Flächen am Kirchhorster See – hatte doch alles darauf gewartet, dass die Hotel-Pläne konkreter werden. „Sie haben uns das Hotel wie die Karotte vor die Nase gehalten“, ärgerte sich Anne Ingrid Kollenrott (Grüne). „Wir haben sogar schon die Erschließung beschlossen.“ Auch von der CDU kam Kritik: „Fünf Jahre lang haben Sie uns an der Nase herumgeführt. Und jetzt gibt es da wieder so schöne Pläne für eine ganz andere Stelle“, bezweifelte Gerhard Raible die Umsetzung der neuen Bauvoranfrage für das Maikäfer-Gelände.

So oder so: Eine Zustimmung zu diesen Planungen gab es vom Ortsrat auch fernab der Zweifel an Jasieks Umsetzungwillen nicht, da das dreigeschossige Gebäude sich aus Sicht der Verwaltung gar nicht in die Umgebung einfügen würde. Die Frage, warum trotz der geplanten Gastronomie in den Zeichnungen keine Küche berücksichtigt worden sei, konnte Jasiek auch nur vage beantworten: „Das muss ein Fehler im Plan sein. Da lässt sich aber eh noch viel modifizieren.“ Klar sei, dass das neue Hotel sich auch wirtschaftlich rechnen müsse. Die Größe sei nicht unwichtig dabei. Seine Bauvoranfrage, die keine Aussicht auf Erfolg gehabt hätte, zog Jasiek schließlich noch in der Sitzung zurück. „Vielleicht lässt sich ja ein Kompromiss finden“, stellte von Rautenkranz (FDP) weitere Gespräche in Aussicht. Wenn Jasiek bereit wäre, die Wünsche aus dem Dorf nach Gastronomie und einem Treffpunkt zu berücksichtigen, könnte sich die Politik vielleicht mithilfe eines Bebauungsplanes vorstellen, eine höhere Bauweise zu ermöglichen.

Von Carina Bahl

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