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Bedarf an Krippenplätzen steigt weiter

Isernhagen Bedarf an Krippenplätzen steigt weiter

Mit aktuell 1256 Betreuungsplätzen hat die Gemeinde ihr Angebot in Krippen, Kindergärten, in der Tagespflege und im Hort seit 2008 bereits für mehrere Millionen Euro verdoppelt. Dennoch befinden sich auch jetzt wieder Kinder auf der Warteliste - „und der Bedarf steigt weiter“, betont Amtsleiterin Silvia Voltmer.

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Quelle: Daniel Reinhardt (Symbolfoto)

Isernhagen. 34 Namen stehen auf der Warteliste für einen Krippenplatz. „Acht von ihnen brauchen dringend eine Betreuung“, sagt Voltmer. Die 210 Krippenplätze sind aber bis zum Jahresende belegt - auch bei den Tagesmüttern ist von den etwa 100 Plätzen kaum noch einer frei. „Und Kind und Tagesmutter müssen auch erst einmal zusammenpassen“, erklärt Voltmer, warum ein freier Platz nicht automatisch eine Lösung für die Eltern bedeute.

Dramatisch sei die Situation nicht, meint die Amtsleiterin - „aber klar ist, dass wir beim Ausbau noch nicht am Ende sind.“ Für satte 70 Prozent aller Ein- bis Zweijährigen - für die ein Rechtsanspruch besteht - hält Isernhagen inzwischen Betreuungsplätze vor. „Aber es zeigt sich, dass der Bedarf in Richtung 100 Prozent steigt.“

Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, hat die Gemeinde in den vergangenen Jahren bereits mehrere Millionen Euro investiert: In H.B., K.B., bei der Arche in Altwarmbüchen und in Kirchhorst wurden Krippen angebaut - im Neubaugebiet Wietzeaue entstand ein komplettes Familienzentrum neu. „Wir haben unsere Projektliste abgearbeitet“, sagt Voltmer. Aber es reiche nicht.

Die Verwaltung werde jetzt eine Vorlage für die Politik erarbeiten, wie sich noch zusätzliche Betreuungsangebote schaffen ließen. „Den großen Neubau streben wir nicht mehr an“, sagt Voltmer. Vielmehr könnten kleinere Kitas mit ein bis zwei Gruppen in bestehende Gebäude einziehen, die dann später auch wieder anderweitig genutzt werden könnten. „Und wir setzen weiterhin auf Tagesmütter, die von den Eltern als Alternative zur Krippe gut angenommen werden.“

Im Kindergartenbereich ist der Druck nicht so hoch: 733 Plätze stehen zur Verfügung - im neuen Familienzentrum sind sogar noch Ganztagsplätze frei. „Wir können nicht immer Plätze in der Wunscheinrichtung ermöglichen, aber alle versorgen“, sagt Voltmer. Im Gegensatz zum Hort: Seit Jahren sind die Einrichtungen überlaufen - die 220 Plätze werden an Erst- und Zweitklässler nach sozialen Kriterien vergeben. Die Volkshochschule bietet in Altwarmbüchen, H.B., N.B. und jetzt auch in Neuwarmbüchen für alle Kinder ohne Hortplatz eine ergänzende Betreuung an - in Kirchhorst organisieren das die Eltern. „Auch hier wird sich einiges entwickeln müssen“, sagt Voltmer voraus.

Von der Einrichtung offener Ganztagsschulen hat die Gemeinde bisher abgesehen. „Aber das Thema aussitzen geht nicht: Wir müssen darüber neu diskutieren“, forderte Carmen Merkel (Grüne) bereits im Sozialausschuss.

Von Carina Bahl

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