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In Kirchhorst helfen sich die Eltern selbst

Isernhagen In Kirchhorst helfen sich die Eltern selbst

Isernhagen leistet sich im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen in fast jedem Ortsteil eine Begegnungsstätte. In der Serie "Wo das Dorf sich trifft" stellt die Nordhannoversche Zeitung die Treffpunkte und einige ihrer Nutzer vor. Heute: Die Hortgruppe "Füchse" in Kirchhorst.

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Die Betreuerinnen Nadine Steiner (links) und Stefanie Chuchrak helfen den Grundschülern bei den Hausaufgaben.

Quelle: Frank Walter

Kirchhorst. Unter all den Gruppen, die die Begegnungsstätten im Gemeindegebiet nutzen, sind die Kirchhorster "Füchse" ein Unikum – denn die Organisatoren wären eigentlich froh, wenn es die Gruppe gar nicht geben müsste. Aus der Not heraus hatten sich berufstätige Eltern zusammengefunden, die mangels Hortplätzen nicht wussten, wie sie ihre Kinder im Grundschulalter nach Schulschluss betreuen lassen konnten. Unter der Federführung des Fördervereins der Grundschule Kirchhorst, der den Fuchs als Logo trägt, gründete sich die "Füchse"-Gruppe – und seitdem nutzt der Hort die Begegnungsstätte am Schulweg.

"Das war nur als Provisorium gedacht, kurzfristig zum Überbrücken, bis die Gemeinde mehr Hortplätze anbietet", erinnert sich der Förderverein-Vorsitzende Michael Matzat. Doch wie das so ist mit Provisorien: Mittlerweile sind die "Füchse" elf Jahre alt, denn der Bedarf an Hortplätzen übersteigt in Kirchhorst wie andernorts in Isernhagen immer noch die Nachfrage.

Vom Hort der Kirchengemeinde, der ebenfalls in der Alten Schule untergebracht ist, unterscheiden sich die "Füchse" unter anderem bei den Betreuungszeiten, die bei ihnen nur vom Schulschluss um 12.45 bis 14.30 Uhr reichen. "Es wäre zu wünschen, dass wir das ausdehnen könnten. Aber das ist halt das, was wir leisten können", sagt Matzat – der Belegungsplan der Begegnungsstätte bietet nicht mehr Spielraum. Dass die knapp zwei Stunden täglich berufstätigen Eltern dennoch helfen, zeigt die Tatsache, dass Isernhagens einziger von Eltern organisierter Hort mit seinen 25 Plätzen immer ausgebucht ist. Über eine Ferienbetreuung im Sommer, die es bislang nicht gab, wird gerade diskutiert.

Wenn die Kinder aus der nahen Grundschule kommen, tischen die Betreuerinnen Jennifer Kappler, Stefanie Chuchrak, Nadine Steiner und Helga Rauhaus gleich das Mittagessen auf, dass die Pestalozzi-Stiftung geliefert hat. Danach erledigen die Grundschüler im Versammlungsraum ihre Hausaufgaben, nutzen den Toberaum im Jugendtreff nebenan oder spielen draußen auf dem Schulhof.

Auch wenn das nach einem guten Platzangebot klingt: Ein eigener Raum für die Füchse steht dennoch ganz oben auf der Wunschliste. "Wir sind hier immer nur Gast", beschreibt Matzat die Situation in der Begegnungsstätte. Tischdecken und Vasen müssen zu Hortbeginn weg- und zum Ende wieder zurückgeräumt werden. Die "Füchse" können nichts stehen lassen und auch nicht die Wände gestalten, die Garderobe ist nicht kindgerecht. Irgendwie immer noch ein Provisorium.

Die Begegnungsstätte in Kirchhorst

Untergebracht ist die Kirchhorster Begegnungsstätte zentral im Ort, in der Alten Schule am Schulweg 3. Sie kann für Privatfeiern gemietet werden, Isernhagener zahlen dafür 70 Euro. Die Ausstattung an Tischen und Stühlen reicht für 40 Personen, über das angrenzende Schulgelände ist ein Kinderspielplatz zu erreichen. Erika Koch-Weide, Telefon (05136) 86243, kümmert sich um die Vermietung. Zu den regelmäßigen Nutzern zählen außer den "Füchsen"  Seniorengruppen, die Volkshochschule und die Laienspielgruppe Stelle. Seit das Restaurant Zum Maikäfer zum Jahreswechsel geschlossen hat, nutzt auch der Ortsrat den Veranstaltungsraum als Sitzungszimmer.

Von Frank Walter

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