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Erster Gemeinderat: Die Suche geht weiter

Isernhagen Erster Gemeinderat: Die Suche geht weiter

„Ich habe langsam auch keine Lust mehr, die ganze Arbeit allein machen zu müssen“, betont Bürgermeister Arpad ­Bogya, dass die Entscheidung, wer sein hauptamtlicher Stellvertreter im Rathaus werden soll, möglichst bald fallen muss. Aber: Vor Sommer wird es nun wieder keinen neuen Ersten Gemeinderat geben.

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Gesucht: Ein Erster Gemeinderat für Isernhagen. Auch die zweite Ausschreibung der Stelle für den allgemeinen Vertreter des Bürgermeisters blieb erfolglos.

Quelle: Archiv

Isernhagen. Auch die zweite Ausschreibung der Stelle, die auf acht Jahre befristet ist und an einem Ratsbeschluss hängt, scheiterte jetzt. 50  Bewerbungen waren im Rathaus auf die Nachfolge von Frank Niemeier, der Ende des Jahres pensioniert wurde, eingegangen. Zehn Bewerber wurden laut Bogya zum Vorstellungsgespräch und zu einem Assessmentcenter eingeladen. Externe Fachleute hatten die Bewerber darin zwei Tage lang auf Herz und Nieren geprüft. „Der Rat und ich waren uns am Ende einig, dass kein passender Kandidat dabei war“, schildert Bogya das niederschmetternde Ergebnis. „Es gibt ganz klare Mindestanforderungen, die formuliert sind. Aber kein Bewerber hat diese Hürde geknackt.“

Bei der ersten Ausschreibung im Frühjahr 2016 war der Fall noch anders gelagert: Auch damals waren mehr als 40 Bewerbungen im Rathaus eingegangen. Allerdings fand sich für den Wunschkandidaten des Bürgermeisters – dieser hat das alleinige Vorschlagsrecht im Rat – keine Mehrheit in den Vorgesprächen.

Der Streit war öffentlich entbrannt: Während die eine Seite ­Bogya vorhielt, er wolle mit seinem Kandidaten nur einen möglichen CDU-Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Stellung bringen, kritisierten andere, er würde das Verfahren künstlich in die Länge ziehen. Bogya hingegen prangerte an, dass in einer heiklen Personalfrage die Politiker öffentlich diskutiert hatten. Manch ein Kandidat zog noch mitten in der Debatte seine Bewerbung zurück. Letztlich verzichtete Bogya auf sein Vorschlagsrecht vor der Kommunalwahl im September und beschloss eine erneute Ausschreibung im November. Einen Vorschlag wollte er im Frühjahr unterbreiten.

Dazu und zur Debatte über einen potenziellen Kandidaten konnte es jetzt aber gar nicht kommen – da bereits fachliche Auswahlkriterien das Bewerberfeld auf Null schrumpfen ließen. Bis Ende April können jetzt in der dritten Runde Bewerber wieder ihren Hut in den Ring werfen – dann beginnt das erneute Auswahlverfahren.

Der Erste Gemeinderat soll unter anderem die Leitung der Ämter Ordnung und Soziales, Jugend, Bildung und Sport sowie Gebäude und Liegenschaftsverwaltung übernehmen.

Von Carina Bahl

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