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Günstiges Wohnen im Blick

Isernhagen Günstiges Wohnen im Blick

Teure Häuser und Eigentumswohnungen gibt es reichlich in Isernhagen – aber Mietwohnungen für schmale Geldbeutel? Da will die Gemeinde nachbessern.

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Isernhagen schreibt sich für die Zukunft sozialen und bezahlbaren Wohnraum auf die Fahnen – auch im Wahlkampf eines der Topthemen.

Quelle: Frank Walter

Isernhagen. In Isernhagen fehlt preiswerter Wohnraum – da sind sich die Politiker über Parteigrenzen hinweg im Kommunalwahlkampf einig. Unterschiede finden sich höchstens in der Formulierung – mal ist von "unterstützungsfähigem“, mal von sozialem oder bezahlbarem Wohnungsbau die Rede. "Das Problem ist bei allen Parteien angekommen“, hielt Heiko Weichert (Linke) am Dienstagabend im Sozialausschuss fest.

Der Ratsherr hatte einen Antrag formuliert, um einerseits sozialem und andererseits bezahlbarem Wohnraum in den Planungen der Gemeinde mehr Gewicht zu geben. Egal ob erwachsen gewordene Kinder, Senioren oder Flüchtlinge nach ihrer Anerkennung – "wir wollen, dass die Menschen hier wohnen bleiben können.“

Doch ist es sinnvoll, für künftige Baugebiete per Quote vorzuschreiben, dass 15 oder gar 20 Prozent der Baufläche für günstige Wohnungen vorzuhalten sind? "Das wäre ein Korsett“, wandte sich unter anderem Oliver Mengershausen (CDU) gegen eine solche Vorgabe. Bei ortsbildprägenden Vorhaben wie beispielsweise dem Haghof in K.B. "würde das gar nicht passen“, stimmte Christiane Müller-Koenig (Grüne) zu.

Das sieht auch die Verwaltung so: Günstige Wohnungen seien wegen der hohen Grundstückspreise mit ein oder eineinhalb Geschossen nicht zu machen, höhere Gebäude nicht überall realisierbar. Die Mieten im sozialen Wohnungsbau ("B-Schein-Wohnungen), wie es sie beispielsweise an der Bahnhofstraße und gegenüber der Feuerwehr in H.B. gibt, dürfen 5,80 Euro pro Quadratmeter nicht überschreiten – bei einer maximalen Bauförderung von 250 Euro pro Quadratmeter schwierig zu erreichen. Wo es nur um wenige Bauplätze gehe oder die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr zu schlecht sei, sei so etwas nicht sinnvoll. Ebenso müsse man "Ghettobildung“ verhindern.

Letztlich einigten sich alle Politiker auf eine Formulierung ohne feste Quote: Die Gemeindeverwaltung soll bei der Planung künftiger Baugebiete generell eine Aussage dazu treffen, ob dort in Teilbereichen auch sozialer oder preisgünstiger Wohnungsbau möglich ist. Ein erstes Objekt könnte das ursprünglich als Flüchtlingsunterkunft geplante Mehrfamilienhaus an der Varrelheide sein. "Wenn wir es nicht für Flüchtlinge benötigen, würde sich das anbieten“, sagte Niemeier.

Von Frank Walter

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