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Bücherei hat jetzt ein rotes Sofa

Isernhagen N.B. Bücherei hat jetzt ein rotes Sofa

Die ehrenamtlich geführte Bücherei in Isernhagen N.B. bietet anregenden Lesestoff und eine neu möblierte Umgebung, die Lust aufs Stöbern, Schmökern und Verweilen macht.

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Ortsbürgermeister Günter Leydecker und Büchereileiterin Renate Brase machen mit neuen Möbeln Lust aufs Verweilen.

Quelle: PATRICIA CHADDE

Isernhagen N.B.. Renate Brase hat eine Mission, die sie ebenso leidenschaftlich wie mitreißend verfolgt. Als pensionierte Grundschullehrerin weiß sie um die Bedeutung der Lesekompetenz. Gemeinsam mit zwölf weiteren Ehrenamtlichen sorgt sie deshalb für anregenden Lesestoff. In der Bücherei Auf dem Windmühlenberge gibt es für kleine Kinder Bücher zum Anschauen ebenso wie Bilderbuchkinos und Bastelaktionen. Leseanfänger finden Bücher, die ihnen den Einstieg in die neue Kompetenz spannend und lustig gestalten, während Zweitklässler gern die Regale mit den Sexualkundebüchern ansteuern und kichernd in den Seiten blättern.

Rund 13 000 Ausleihen können jedes Jahr protokolliert werden. Doch Bücher allein entfalten nicht unbedingt magnetische Kraft, eine passende Umgebung macht das Erlebnis noch attraktiver. Deshalb erhielt die Bücherei N.B. von der Gemeinde einen 5000-Euro-Zuschuss, um mit attraktiven Sitzmöbeln mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen. Das gemütliche rote Sofa und die Sitzhocker in Tierform kommen bei den Besuchern jedenfalls genauso gut an wie der bunt gemischte Lesestoff. „Die Bücher der aktuelle Bestsellerlisten haben wir selbstverständlich ebenso wie Literatur zu Grundschulthemen – beispielsweise zu Europa“, berichtet die Büchereileiterin.

Das ehrenamtliche Team macht sich dabei viel Arbeit, aber erfährt auch Wertschätzung. So spendiert der Ortsrat den Schulanfängern alljährlich Leseausweise, auf dass sie wie die anderen Besucher die Regale durchforsten können. Die Geschmäcker waren und sind ganz verschieden: Ortsbürgermeister Günter Leydecker ist ausgewiesener Karl-May-Fan, während sich Bürgermeister Arpad Bogya gern an sein erstes „Lurchi“-Heft erinnert und Renate Brase „Larissa, die Wunderstute“ schmökerte. Nur ein Segment kommt bei der örtlichen Leserschaft nicht an: „Kochrezepte holen sich die Leute aus dem Internet“, so Brase.

Von PATRICIA CHADDE

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