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Bürgerinitiative will L381 entschleunigen

Isernhagen H.B. Bürgerinitiative will L381 entschleunigen

Der Aufruf zur Gründung einer Bürgerinitiative für eine Verkehrsberuhigung der L381 ist am Mittwochabend auf große Resonanz getroffen. Der Ortsrat hat dabei konkrete Forderungen vorgestellt.

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Ilona Bremer (Grüne, von rechts), Simon Müller (CDU) und Claus Hogrefe (FDP) diskutieren mit Bürgern über die Verkehrsbelastung auf der Burgwedeler Straße.

Quelle: Frank Walter

Isernhagen H.B.. Der Verkehr auf der viel befahrenen Burgwedeler Straße müsse "entschleunigt“, die Straße als Abkürzung zwischen den Autobahnen unattraktiv werden – parteiübergreifend wollen die Politiker in ihrer nächsten Sitzung die Gemeindeverwaltung auffordern, dafür geeignete Maßnahmen zu prüfen. Konkret nennt der Antrag Tempo 30 zwischen 22 und 6 Uhr sowie ein stationären Blitzgerät in Höhe des Einkaufszentrums. Bei der für 2018 geplanten Fahrbahnsanierung sollte "Flüsterasphalt“ verwendet werden. Ergänzend zur Mittelinsel in Höhe Feuerwehr, die der Ortsrat bereits beantragt hat, müsse es eine zweite an der Ecke Bahnhofstraße geben.

Parallel dazu will eine neue Bürgerinitiative nach Möglichkeiten suchen, die Situation auf der L381 zu verbessern. Wie groß der Ärger der H.B.er mittlerweile ist, zeigte die lebhafte Diskussion am Mittwochabend in der Begegnungsstätte. Rund 60 Bürger waren dem Aufruf von Nicole Schweitzer, Anwohnerin der Burgwedeler Straße, gefolgt. Sie nerve vor allem der viele Schwerlastverkehr, "unsere Straße wird immer gefährlicher“. Sie habe schon überlegt, wegzuziehen, aber das könne es ja wohl nicht sein. "Wir wollen Gehör finden, bei der Gemeinde und beim Land“, gab sie das Ziel vor – das Land ist als Straßenbaulastträger Hauptansprechpartner.

"Im Berufsverkehr steht man minutenlang, um über die Straße zu kommen“ – "Ein Fahrradschutzstreifen funktioniert zwar in kleinen Dörfer, aber nicht hier“ – "Wir brauchen Tempo 30 von Voltmers Hof bis hinter die Ampel“: Der Ärger ist groß bei den Bürgern. Doch was kann man tun, um die Behörden zu überzeugen? Immerhin beschäftigt die Verkehrssituation auf der Ortsdurchfahrt den Ortsrat bereits seit 25 Jahren. Ziviler Ungehorsam etwa, indem man in einer konzertierten Aktion auf der Burgwedeler Straße parkt und so den Verkehr zum Erliegen bringt? Eine Fahrraddemo wie 1992, die gleiches zur Folge hatte? Sollte man Druck auf die Landtagsabgeordneten machen – oder vielleicht sogar die Landesstraßenbehörde mit E-Mails bombardieren? Macht eine Podiumsdiskussion Sinn? Und muss nicht das langfristige Ziel doch eine Umgehungsstraße für H.B. sein?

Über diese und weitere Ideen soll eine zehnköpfige Arbeitsgruppe diskutieren, die sich am Mittwochabend zusammenfand und ab November regelmäßig treffen will – möglicherweise unter dem Dach des Umweltschutzvereins Isernhagen. "Wir müssen einfach was probieren – und wenn es kleine Schritte sind“, gab die Initiatorin Nicole Schweitzer die Richtung für die nächsten Monate vor.

Von Frank Walter

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