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Bürgerstimme will nicht verstummen

Isernhagen Bürgerstimme will nicht verstummen

Die Bürgerstimme Isernhagen will weiter bei der Kommunalwahl am 11. September antreten. Nach internen Streitereien hat das linke Wählerbündnis jetzt zum zweiten Mal eine Kandidatenliste aufgestellt – die allerdings deutlich kürzer ausfällt als im ersten Anlauf.

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Im Januar drängte die Bürgerstimme Isernhagen noch zu fünft ins Rathaus (von links): Hans Lauterwald, Ute Bobe, Heiko Weichert, Elke Baumann und Knut Fuljahn. Nach dem Austritt von Lauterwald und Weichert treten nur die drei übrigen Kandidaten an.

Quelle: Frank Walter

Isernhagen. Sozial, transparent, bürgernah – dafür will die Bürgerstimme eintreten. Doch nur wenige Monate nach der Gründung hatte man sich schon zerstritten. Unter anderem kehrten der Linken-Ratsherr Heiko Weichert und Hans Lauterwald (Piraten-Partei) der Wählergemeinschaft den Rücken. Der Grund waren Meinungsverschiedenheiten, wer die ersten Listenplätze belegen und so die besten Aussichten auf ein Mandat haben sollte.

Gerade einmal fünf Mitglieder hat die Bürgerstimme aktuell - zu wenig, um sich als Verein eintragen zu lassen, aber genug, um bei einer erneuten Mitgliederversammlung eine neue Liste für den Gemeinderat aufzustellen. Spitzenkandidatin ist Ute Bobe, die sich seit 15 Jahren im Ortsrat Altwarmbüchen engagiert. 2013 hatte sie die SPD verlassen, seitdem arbeitet sie als Parteilose im Gremium mit. Weitere Kandidaten sind Knut Fuljahn, bis 2011 zehn Jahre lang SPD-Bezirksbürgermeister für Misburg und Anderten, sowie dessen Lebensgefährtin Elke Baumann. Bobe kandiert zudem wieder für den Ortsrat Altwarmbüchen.

"Wir mussten und schütteln und räuspern, aber jetzt haben wir uns neu aufgestellt", sagt Bobe, die weiterhin zwei bis drei Plätze im Gemeinderat als Ziel ausgibt. "Und dann haben wir fünf Jahre Zeit, um zu wachsen und uns zu etablieren", sagt sie mit Blick auf die Wahlperiode. Die nötigen Unterstützerunterschriften, um zur Wahl zugelassen zu werden, habe man innerhalb von drei Tagen gesammelt und werde man jetzt im Rathaus abgeben.

Größeren Ärger an anderer Stelle hat die Wählergemeinschaft vermutlich noch abwenden können. Vertreter der überparteilichen Bürgerstiftung Isernhagen hatten gereizt darauf reagiert, dass die Abkürzung BSI für die Stiftung von der Bürgerstimme Isernhagen "annektiert" worden war. Außer im Logo – das den Zusatz "Bürgerstimme Isernhagen" enthält – werde man keine Abkürzung verwenden, um eine Verwechslung zu vermeiden, so Bobe. Dies habe sie so mit dem Vorstand der Stiftung vereinbart.

Von Frank Walter

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