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Busnetz: Region erntet Kritik aus Isernhagen

Isernhagen Busnetz: Region erntet Kritik aus Isernhagen

Die Verbindung zwischen den Altdörfer und Altwarmbüchen bleibt aus Isernhagener Sicht der zentrale Kritikpunkt bei der Überarbeitung des Nahverkehrsplans.

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Die Anbindung der Altdörfer an das Gemeindezentrum Altwarmbüchen bleibt zentraler Kritikpunkt.

Quelle: Madeleine Buck

Isernhagen.  Der Nahverkehrsplan für die Region Hannover setzt den Rahmen für die weitere Entwicklung des öffentlichen Personnahverkehrs, die zum Fahrplanjahr 2020 umgesetzt werden soll. Zufrieden ist die Gemeinde Isernhagen mit dieser Entwicklung bei den Buslinien aber nicht, wie dem Entwurf ihrer Stellungnahme an die Region zu entnehmen ist, der derzeit die Politik beschäftigt.

Zentraler Kritikpunkt bleiben die Verbindungen zwischen den Altdörfern und dem Gemeindezentrum Altwarmbüchen – dafür sei auch in den derzeitigen Planungen für die Tagesrandzeiten sowie am Wochenende keine verlässliche Anbindung vorgesehen. „Damit bleibt auch die Verknüpfung zweier neuralgischer Punkte –Bahnhof Isernhagen und Stadtbahn Altwarmbüchen - unberücksichtigt“, heißt es in der Stellungnahme. Das Ruftaxi als Ausweichangebot für die Buslinie 635 werde für diese Verbindung als wenig attraktiv erachtet und nur gering nachgefragt.

Insgesamt stellt sich die Überplanung für Isernhagen mit seinen sechs Regiobus-Linie aus Rathaus-Sicht als „wenig ambitioniert“ dar. Die Anpassungen seien „entweder reine Angebotsreduzierungen“ oder ließen sich „nur bedingt als Schritt in Richtung Qualitätssteigerung vermitteln“. Zudem seien der starke Zuwachs an Familien mit Kindern und die damit absehbar steigenden Schülerzahlen in Isernhagen nicht berücksichtigt worden.

Tatsächlich hatten Verkehrsgutachter der Region neben allerlei Angebotsreduzierungen auf allen Strecken in den Morgen- und Abendstunden empfohlen, die Linie 634 von Engensen über Wettmar, Neuwarmbüchen und Kirchhorst nach Altwarmbüchen als eigene Linie vollständig einzustellen. „Ab Neuwarmbüchen wird die Linie 634 bisher gern als Alternative zur Linie 630 für den Schulbusverkehr genutzt“, kritisiert die Gemeindeverwaltung. Außerdem seien Engensen, Thönse und Wettmar dann nur noch mit Umsteigen zu erreichen.

Zwar sollen die Linien 640 und 650 als Regiosprinter-Linien und damit als „Premiumprodukt“ etabliert werden. Auch dass der 640er von Burgdorf über Kirchhorst nach Altwarmbüchen als Sprinter-Linie 900 bis zum A2-Center verlängert werden soll, begrüßt die Gemeinde ausdrücklich. Jedoch sei eine wirklich Qualitätssteigerung – durch kürzere Fahrtzeiten - wegen der Linienführung nicht erkennbar.

Die Isernhagener Grünen, die Ende 2016 die Bürger dazu aufgerufen hatten, sich zur Neugestaltung des Buslinienetzes zu äußern, und dann die konkreten Vorschläge ins Verfahren gegeben hatten, bezeichnen die geplanten Neuerungen als „nur teilweise erfreulich“. Sie hatten sich unter anderem für eine Ringlinie durch Isernhagen unter Einbeziehung Altwarmbüchens und Großburgwedels stark gemacht.

Diese Idee hatte auch die SPD in ihrem Programm für die Kommunalwahl 2016 aufgelistet– und hat sie nun als Antrag an den Rat formuliert. SPD-Chef und Ratsherr André Marburg stellt sich vor, dass die Gemeinde für diese „Blaue Linie“ durch alle Ortsteile Gespräche mit Busunternehmen aufnimmt - „vermutlich müssten Kleinbusse ausreichen“. Die für den öffentlichen Personennahverkehr zuständige Region Hannover wäre dann außen vor – allerdings auch bei den Kosten.

Von Frank Walter

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