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Jacobsen will die CDU führen

Isernhagen Jacobsen will die CDU führen

Timm Jacobsen will Burkhard Kinder bei der Mitgliederversammlung Ende Februar als Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbands Isernhagen beerben: „Es geht nicht um eine Abrechnung, aber wir müssen was ändern“, sagt der N.B.er, bislang Kinders Stellvertreter.

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Timm Jacobsen will die CDU Isernhagen zu neuer Stärke führen.

Quelle: Alfred Hanslik

Isernhagen. Bei zwei Wahlen in Folge hatte die CDU Verluste hinnehmen müssen, war zuletzt bei den konstituierenden Sitzungen reihenweise mit ihren Personalvorschlägen am Widerstand der neuen Ampelkoalition gescheitert. Politisch in der Verantwortung für die Misserfolge sieht Jacobsen den Parteivorsitzenden und auch Fraktionschef Helmut Lübeck. Das sei wie bei Fußballtrainern – manchmal hätten diese Pech, manchmal die falsche Taktik. In Isernhagen habe die CDU es versäumt, die eigenen Erfolge klar herauszustellen, meint Jacobsen – beispielsweise den Ausbau der Kinderbetreuung oder die sehr gute Ausstattung der Schulen und Feuerwehren. „Nur die SPD hat damit geworben.“ Zudem müsse die CDU als Fraktion und Partei neben dem Bürgermeister besser wahrgenommen werden.

Sollte er bei der Mitgliederversammlung Ende Februar zum CDU-Chef gewählt werden, dann wolle er die Partei stärker mit den Fraktionen im Gemeinderat und den Ortsräten verzahnen, sagt der 38-jährige Jurist, der als wissenschaftlicher Referent der CDU-Landtagsfraktion arbeitet. Zudem müsse man die Bürger mehr bei Veranstaltungen mit einbinden.

Dass Jacobsen sich jetzt als Kandidat ins Gespräch bringe, überrasche ihn, sagte Kinder auf Anfrage– er habe die Personaldiskussion für später erwartet. Er selbst wolle nach 14 Jahren als Vorsitzender nicht mehr derjenige sein, der die CDU in den nächsten fünf Jahren neu aufstellt. „In fünf Jahren bin ich 68“, begründet Kinder das mit seinem Alter.

Jacobsen sei grundsätzlich ein sehr gut geeigneter Bewerber, komme allerdings wie er selbst aus N.B – und bislang habe man bei der Besetzung des Parteivorsitzes auf einen Wechsel zwischen den Altdörfern und Altwarmbüchen gesetzt. Zudem sei es vor dem Hintergrund, dass Jacobsens Ehefrau Johanna Bogenstahl den starken CDU-Ortsverband für die Altdörfer leite, durchaus berechtigt, „wenn da jemand erhebliche Machtfülle empfände“, so Kinder – „da ist zu überlegen, ob das eine glückliche Geschichte wäre“.

Nach Kinders Geschmack wäre auch sein weiterer Stellvertreter Oliver Mengershausen – ein Altwarmbüchener – ein sehr gut geeigneter Kandidat für den Parteivorsitz. „Darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht“, äußerte sich Mengershausen gestern knapp. „Wir diskutieren im Februar über den neuen Vorstand.“

Von Frank Walter

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