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Clowns begeistern im Isernhagenhof

Isernhagen F.B. Clowns begeistern im Isernhagenhof

Besonders gerne lachen Menschen über die Missgeschicke anderer, über deren Ungeschicklichkeit oder auch Tölpelhaftigkeit. Das konnten am Sonnabend rund 200 Besucher bei der Abendvorstellung des in die Kulturscheune des Isernhagenhofs ausgelagerten KulturKaffees Rautenkranz ausgiebig.

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Szenen der "Nacht der Clowns" im Isernhagenhof.

Quelle: Jürgen Zimmer

Isernhagen F.B.. "Ich habe Peter Shub vor zwei Jahren hier gesehen. Er war einfach großartig. Mal sehen wie die anderen heute sind“, meinte eine Besucherin. Um es vorweg zu sagen: Die Kollegen – das Duo Strange Comedy, Aaron Sebastian Dewitz und Jon Younge – waren, wie Shub selbst, hervorragend und gnadenlos komisch.

Shub, bekannt für seine minimalistische Performance, begann den Reigen. Der in München lebende Amerikaner zelebrierte seinen wohldosierten wortlosen Auftritt. Nachdem ein Stuhl, ein Tisch und einige Kleinutensilien auf, wie könnte es anders sein, höchst umständliche und komplizierte Art ihrem Platz am Rand der Bühne gefunden hatten, konnte Shub sich niederlassen, in der Hand einen handelsüblichen Topf Basilikum in einer Plastikhülle. Bis letztere „gebändigt“ war, vergingen Minuten. Bis dahin wusste noch niemand, was mit den wohlriechenden Kräutern passieren wird. Erst als Shub mit einer kleinen Schere anfing, dem Basilikumbusch einen Haarschnitt zu verpassen, war klar, dass sein Ende voraussehbar war. Immerhin bot er den „Verschnitt“ den Besuchern zum Kosten an.

Peter Shub spricht durch seinen Körper. Mit winzigen Gesten und dem sparsamen Heben der Augenbraue dirigiert er „Mmhs“, „Aahs“ und „Oohs“ im Publikum. Das machte den Zuschauern genauso viel Spaß wie Shub selbst.

Shelly Mia Kastner und Jason McPherson sind das Duo Strange Comedy. Auch sie wortlos, gefangen in ihrer eigenen Varieté-Welt, der sie scheinbar nicht gewachsen sind. Die Requisiten verselbstständigten sich, die Kostüme wurden unkontrollierbar, und ihre Zaubertricks gingen daneben. Wohl dem, der so etwas beherrscht. Das ist die hohe Kunst der Parodie und Akrobatik.

Die beherrschen auch der Jongleur Dewitz und der Akrobat Younge. Ersterer ließ nebenher gekonnt ungekonnt Bälle, Reifen und Keulen tanzen – während Young wahrlich tölpelhaft über die Bühne stolperte und das Eindrehen einer Glühbirne nur mit akrobatischer Höchstleistung vollbrachte, wobei auch bei den beiden niemand das war, wofür er sich ausgab, und alles anders als geplant verlief. Außer dem Muskelkater vom Lachen gab es keinen weiteren Verletzten.

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Fotostrecke Isernhagen: Clowns begeistern im Isernhagenhof

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Von Jürgen Zimmer

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