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DRK sucht dringend neuen Chef

Isernhagen DRK sucht dringend neuen Chef

Das Wort „Vereinsauflösung“ möchte noch niemand in den Mund nehmen. Dennoch: Der gut 1000 Mitglieder starke DRK-Ortsverein Isernhagen hat ein Problem, wenn sich nicht bald ein Nachfolger für die langjährige Vorsitzende Ortrud Schneider findet.

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Das DRK in Isernhagen sucht einen neuen Vorsitzenden: Nach 18 Jahren legt Ortrud Schneider (rechts) ihr Amt nieder.

Quelle: Bahl (Archiv)(

Isernhagen. Es gibt Traditionen, die manchmal einfach nicht bewahrt werden können: Seit Jahrzehnten ist die Mitgliederversammlung des Roten Kreuzes in Isernhagen für den ersten Sonnabend im März terminiert – nur in diesem Jahr musste sie abgesagt werden. Das Problem: Es hätte sich wohl kein geschäftsführender Vorstand wählen lassen.

Seit 18 Jahren heißt die Vorsitzende des DRK Isernhagen Ortrud Schneider. „Aber jetzt soll Schluss sein“, betont sie. Das Ehrenamt sei sehr zeitintensiv gewesen, und familiäre Pflichten stünden nun bei ihr obenan. Ihren Nachfolger würde sie dennoch gern einarbeiten – auch die Aufgabe der Flüchtlingsbetreuung wird ihr weiter am Herzen liegen, „und natürlich bleibe ich aktives Mitglied“.

Bereits im vergangenen Jahr war die Suche nach einem Nachfolger daher per Brief an alle Mitglieder gestartet – ohne Erfolg. Vize-Chef Karl Zimmermann steht dem oder der „Neuen“ als Stellvertreter weiter zur Verfügung. „Aber das reicht nicht“, weiß Schneider. Ein Vorsitzender muss her, sonst drohe auf Dauer die Auflösung des Vereins. Im Spätsommer müsse die Mitgliederversammlung und die Wahl nachgeholt werden.

„Es hat mir immer viel Spaß gemacht“, wirbt Schneider um Interessenten. Der Ortsverein sei vom Jugend-Rotkreuz bis hin zu den Seniorenclubs, der Bereitschaft und der Kleiderkammer sehr gut aufgestellt und organisiert. Auf die einzelnen Leiter könne man sich verlassen, und die Dokumentation sei einwandfrei. Der neue Vorsitzende habe mit einen Managerposten zu rechnen – „wichtig ist die Repräsentation des DRK nach Außen und ein Ansprechpartner zu sein für alle“, weiß Schneider. Die Mitgliederverwaltung passiere zentral über den Regionsverband.

Auch Interessierte, die bisher nichts mit dem Roten Kreuz zu tun hatten, könnten die Aufgabe übernehmen: „Es gibt viele Möglichkeiten, sich im Nachhinein fortzubilden“, beruhigt die Amtsinhaberin. Ein Einblick in die vielen Felder der DRK-Arbeit lohne sich. „Und es gibt durchaus in Isernhagen Möglichkeiten, eigene Schwerpunkte zu setzen.“ Im Idealfall melde sich jemand, der frisch in den Ruhestand gegangen ist und jetzt eine Beschäftigung sucht, die ein wenig Zeit und viel Herzblut verlangt. Weitere Informationen gibt es unter Telefon (01 75) 2 96 74 24 und per E-Mail an schneider@drk-hannover.de.

Von Carina Bahl

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