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Ehering taucht wieder auf

Isernhagen H.B. Ehering taucht wieder auf

Ist der Ehering verschwunden, hängt der Haussegen schief. Gut, wenn es dann einen Helfer mit passender Ausrüstung gibt – und ganz viel Durchhaltevermögen.

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Mit Metalldetektor, Sandschaufel und Taucheranzug: Dirk spürt nach dem verlorenen Ehering.

Quelle: Frank Walter

Isernhagen H.B.. Dass der Protagonist der Geschichte unerkannt bleiben möchte, ist durchaus verständlich: Sie taugt ja auch dafür, dass die Kollegen im Büro einem feixend auf die Schulter klopfen. Dabei war es doch nur ein kurzer unachtsamer Moment, und das Malheur war passiert – und der Ehering beim Badespaß mit dem Nachwuchs irgendwo in den Fluten des Hufeisensees in H.B. verschwunden. Der Schatz im Silbersee? Eher die Nadel im Heuhaufen: Der Badesee fast zwölf Hektar groß, das so emotional besetzte Schmuckstück winzig klein – und wo genau der Ring vom Finger gerutscht war, blieb zunächst ein Rätsel.

Nicht rätselhaft, sondern eindeutig war das, was sich der Langenhagener danach zu Hause anhören musste. Immerhin war der ursprünglich zu kleine Ring bei einer Weitung ein Stückchen zu groß geraten – und saß künftig ziemlich locker am Finger. Man mag also Verständnis dafür zeigen, dass die Ehefrau den Verlust nicht nur als Wink des Schicksals ansah, sondern ihrem Liebsten Vorwürfe machte, dass dieser nicht längst ein weiteres Mal zum Juwelier gestrebt war.

Ob es überhaupt noch dieses Motivationsschubs bedurft hätte, sei dahingestellt: Auf jeden Fall sicherte sich der Langenhagener die Unterstützung eines Fachmanns. Dirk aus Dorfmark – "der Nachname tut nichts zur Sache“ – schlüpfte eine Woche später in seinen Tauchanzug, schnappte sich Metalldetektor und Siebschaufel und fand – zunächst nichts, wenn man von ein paar Centmünzen und jeder Menge Kronkorken absieht.

Doch Dirk war bei der Ehre gepackt, und so suchte er weiter und weiter – und fand den Ehering nach dreieinhalb Stunden, als der Badesee längst im Dunkeln lag, tatsächlich wieder: in 1,20 Meter tiefem Wasser und abseits der Stelle, die der Ehemann zunächst als Suchgebiet aus seinem Gedächtnis gekramt hatte.

Dirks Auftraggeber ist begeistert, die Ehefrau besänftigt – und bis der Langenhagener den Ring jetzt wirklich verkleinern lässt, trägt er ihn sicherheitshalber auf dem Mittelfinger.

Wobei Dirks Erfahrung eher dagegen spricht, dass der Langenhagener seinen Ring noch einmal verlieren wird. Die meisten seiner Kunden seien höchstens zehn oder 15 Jahre verheiratet, sagt der Hobby-Schatzsucher; danach säßen Eheringe wohl fester am Finger. Der Langenhagener, seit 15 Jahre verheiratet, ist also nicht mehr lange gefährdet.

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Fotostrecke Isernhagen: Ehering taucht wieder auf

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Von Frank Walter

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