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Das Baumkataster wächst

Isernhagen Das Baumkataster wächst

8000 bis 10000 kommunale Bäume stehen im Isernhagener Gemeindegebiet – seit 2013 erarbeitet die Verwaltung ein digitales Kataster für das sogenannte öffentliche Grün. Hinzu kommen 4000 Bäume, die auf privaten Grundstücken stehen, aber in einem Bebauungsplan festgeschrieben sind.

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Um den Baubetriebshof zu entlasten, hat die Gemeinde Isernhagen jetzt einen Rahmenvertrag mit einer Firma abgeschlossen.

Quelle: Symbolbild: Martin Lauber

Isernhagen. Wie viel Arbeit dieses Kataster generiert, hat die Verwaltung jetzt anhand weniger Zahlen demonstriert: 4018 Bäume konnten in diesem Jahr neu im Baumkataster registriert werden, die meisten davon in Altwarmbüchen und Kirchhorst. Die Anzahl der nicht registrierten Bäume an Wohnstraßen in den Altdörfern, auf Spielplätzen, Friedhöfen und Außengeländen von kommunalen Gebäuden ist aber noch hoch.

Die Verwaltungsmitarbeiter kommen derweil an ihre Kapazitätsgrenzen: Bei mehr als 1100 Bäumen steht die Regelkontrolle in diesem Jahr noch aus – die Frist dafür ist aber bereits überschritten. Grund dafür ist laut Verwaltung der hohe Aufwand in der Sachbearbeitung von Baum-Fragen: 22-mal musste sich die zuständige Abteilung für Umwelt und Grün in diesem Jahr schon mit Bürgern treffen, um Anfragen und Kritik zu klären. Sieben weitere Debatten galt es um Bäume zu führen, die per Bebauungsplan festgeschrieben sind. Hinzu kommen zu verfolgende Ordnungswidrigkeiten wie das illegale Ablegen von Grünschnitt, Diebstahl von Bäumen oder falsch durchgeführter Baumschnitt.

Wie wichtig das Baumkataster und die Regelkontrollen sind, zeigt sich an einem anderen Beispiel: 150 Bäume sind seit 2013 schon gefällt worden, weil sie nicht mehr standsicher waren. Eigentlich soll sich der Baubetriebshof um die Pflege und Fällung von Bäumen bis zu einer Höhe von zehn Metern kümmern. Doch auch dort sind die Grenzen erreicht, wie die Verwaltung offenlegt. In diesem Jahr mussten schon 13 Aufträge im Wert von 24.300 Euro extern vergeben werden, um der Verkehrssicherungspflicht nachzukommen.

Um den Baubetriebshof zu entlasten, eine Auftragsvergabe zu vereinfachen und um gleichzeitig keine wichtigen Kontrollen mehr hintenan stellen zu müssen, hat die Verwaltung jetzt einen Rahmenvertrag mit einer externen Firma abgeschlossen, der ab sofort gilt. Gleichzeitig wurden bereits die ersten kommunalen Bäume mit einer grünen Metallplakette versehen – diese Markierung soll entlang der Landes- und Kreisstraßen fortgesetzt werden, um auf einen Blick ersichtlich zu machen, wer für die Unterhaltung der Bäume zuständig ist: Gemeinde oder Straßenmeisterei.

Von Carina Bahl

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