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Dauereinsätze nerven die Feuerwehr

Altwarmbüchen Dauereinsätze nerven die Feuerwehr

Feuerwehrleute sind „stinksauer“, und auch Isernhagens Bürgermeister Arpad Bogya ist deutlich in seiner Wortwahl: Viermal musste die Ortsfeuerwehr Altwarmbüchen seit Mai zum Möbelhaus Höffner ausrücken, weil das Entwässerungssystem mit Regenfällen überfordert war. Jetzt hat das Unternehmen eine Überprüfung angekündigt.

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Und wieder pumpt die Feuerwehr am Möbelhaus.

Quelle: Archiv

Altwarmbüchen. Ihre Namen in der Zeitung lesen möchten die Feuerwehrleute nicht, wenn es um die Einsätze am Möbelhaus geht. Mit ihrer Meinung hinter den Berg halten wollen die Ehrenamtlichen aber auch nicht: Man ärgere sich maßlos über die stundenlange Arbeit, wenn man „wegen eines Organisationsverschuldens“ von der Arbeitsstelle oder Familie weg müsse, so der Tenor der freiwilligen Retter.

Tatsächlich hatte meist mehr als ein Dutzend Feuerwehrleute Ende Mai, zweimal Ende Juli und erneut Mitte August zum Möbelhaus an der Hannoverschen Straße eilen müssen, weil dort eine der Entwässerungsmulden nach heftigen Regenfällen überlief. Teilweise stand der rückwärtige Verladeparkplatz bereits unter Wasser, in der Tiefgarage sammelten sich Pfützen, einmal soll eindringendes Wasser sogar Ware in einem Lager beschädigt haben. Die Feuerwehr musste das Wasser aus der vollgelaufenen Entwässerungsmulde jeweils über Stunden in die Kanalisation pumpen. Da der Zugangsschacht auf der Hannoverschen Straße liegt, musste jeweils ein Fahrstreifen gesperrt werden.

Eine Entwässerung in die Kanalisation einzubauen, das habe die Firma Höffner damals nicht gewollt – „leider“, so Bürgermeister Bogya, als Hauptverwaltungsbeamter Dienstherr der Feuerwehrleute. Dabei habe man diesen Vorschlag „massiv vorgetragen“, und das werde man jetzt auch erneuern. Wenigstens ein Überlauf zur Kanalisation müsse her. „So wie jetzt funktioniert es nicht, sie müssen nachbessern. Und das werden wir ihnen auch deutlich nahebringen.“ Die ersten Feuerwehreinsätze hat die Gemeinde der Firma Höffner bereits in Rechnung gestellt.

Das Bebauungsplanverfahren habe auf 100-jährigen Regen-Ereignissen basiert, jetzt spreche man über 1000-jährige Ereignisse, verweist Höffner auf die besonders starken Regenfälle. Aber: „Wir verstehen den Unmut. Das ist kein Zustand auf Dauer“, sagte auf Anfrage Edda Metz, als Geschäftsleiterin für Expansion zuständig. Das Unternehmen habe seinen Außenanlagenplaner mit der Lösungssuche beauftragt. Möglicherweise habe man in ein paar Wochen Klarheit, wie man Abhilfe schaffen könne. „Wir sind dran.“

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