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Treffpunkt füllt sich mehr und mehr mit Leben

Isernhagen Treffpunkt füllt sich mehr und mehr mit Leben

Klönen, Lernen, Spielen: Keine zwei Monate nach Eröffnung des Helfernetzwerk-“Treffpunktes“ gegenüber dem Altwarmbüchener Rathaus gibt es schon die ganze Woche über feste Termine. Das Ziel, dass auch Geflüchtete Verantwortung übernehmen, ist zum Greifen nah.

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Mohamed Khatib (links) und Bernard Heuberg formulieren gemeinsam ein Bewerbungsschreiben.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Altwarmbüchen. Ein Kandidat dafür ist Mohamed Khatib. Der 28-jährige Syrer lebt seit zwei Jahren in Altwarmbüchen, studiert in Hannover Mecha-tronik. Obwohl er viel lernen muss und nebenbei jobbt, packt er mit an bei Festen und Veranstaltungen des Helfernetzwerke. Auch als Übersetzer ist er aktiv. Nun will er Landsleuten auf Arabisch die deutsche Grammatik erklären. „Ich habe festgestellt, dass viele die Erläuterungen in Deutsch einfach nicht verstehen“, sagt der Student. Der Unterschied zwischen Artikeln und Personalpronomen, die es im Arabischen nicht gibt, sei so ein Stolperstein, der sich besser in der Muttersprache ausräumen lasse. Khatib möchte Kurse anbieten. „Das sollten wir angehen“, sagt Bernard Heuberg vom Helfernetzwerk, der im Treff ehrenamtlich die offenen Nachmittage gestaltet.

Heuberg baut auch auf einen weiteren Stammkunden: Hadi Khalaftraut sich zu, die „Schicht“ am Sonntag zu übernehmen. „Er wird der erste sein, der einen Schlüssel für den Raum ausgehändigt bekommt“, sagt Heuberg, der zuversichtlich ist, dass in den nächsten Monaten immer mehr Flüchtlinge Aktivitäten in die Hand nehmen. „Der Raum bietet reichlich Platz für neue Ideen.“

Das sorgt für Frequenz – jeden Tag außer Donnerstag gibt es bereits Angebote. Deutschunterricht montags von 15 bis 16.30 Uhr, Dienstag von 9.30 bis 11 Uhr trifft sich die Mutter-Kind-Gruppe. Mittwochs kommen Neu- und „Altbürger“ von 17 bis 20 Uhr beim offenen Nachmittag zusammen. Während Kinder Karten oder Mensch-ärgere-dich-nicht spielen, klönen Erwachsene oder arbeiten am Computer. Eine kleine Bibliothek steht auch zur Verfügung. „Derzeit warten wir auf arabische Literatur, um das Buchangebot zu erweitern“, berichtet Beate Roßbach, Sprecherin des Helfernetzwerks.

Eine Sprechstunde rund um die Gesundheit bietet Barbara Schindewolf-Lensch freitags von 15 bis 17 Uhr an. Im Anschluss berät von 17 bis 18.30 Uhr Bernward Hartje in Sachen Jobsuche und Praktikum. Alle zwei Wochen sonnabends treffen sich Jugendliche von 16 bis 17 Uhr unter Leitung von Philipp Neessen, des Vorsitzenden des Helfernetzwerkes. Sonntag von 15 bis 18 Uhr ist offenes Treffen. Geplant sind zudem Shisha-Abende. Und: Zwei Frauen, die einen Nähkurs starten wollen, stehen schon in den Startlöchern.Für Anwohner und Interessierte gebe es alsoviele Anlässe, auf einen Tee oder Kaffee vorbeizukommen, um geflüchtete Menschen persönlich kennenzulernen, lädt Bernard Heuberg ein.

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Kartenspielen ist im Treffpunkt ein beliebter Zeitvertreib.

Quelle: privat

Von Katerina jarolim-vormeier

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