Henry Gellrich ist seinem Traum einen großen Schritt näher gekommen: Die Baugenehmigung für den Ausbau seines Hotels liegt vor, die Bauvoranfrage für die neue Blues Garage ist gestellt.
Wenige Hundert Meter von der derzeitigen Blues Garage an der Industriestraße plant Henry Gellrich den großen Wurf an der Eisenstraße, wo er ein Hotel und die neue Blues Garage betreiben will.
Wenn der Anbau an das Motel California fertig ist, wird das Hotel insgesamt 15 Zimmer haben. Alle sind speziell auf die Akteure und Besucher der Blues Garage zugeschnitten. Mit Liebe zum Detail sind die Räume mit signierten Gitarren, alten Musikgeräten, Fotos und Postern diverser Stars der Musikbranche dekoriert.
Der Blues-Garagen-Gründer hatte das Gebäude als Ruine gekauft und mit viel Eigenleistung zu einem Hotel umgebaut. Vor der endgültigen Zulassung des Betriebes müssten noch einige Mängel abgestellt werden, sagte Gellrich. So werde etwa der Eingangsbereich verlegt, weil der derzeitige Eingang nicht die Mindestanforderungen von zwei Meter Höhe erfülle. „Sobald die Mängel abgestellt sind, erhalten wir die Zulassung.“
Auch beim geplanten Neubau der Blues Garage ist Gellrich einen großen Schritt weiter. Alle notwendigen Unterlagen des Architekten und Statikers sind eingereicht, die Bauvoranfrage gestellt und bezahlt. Der Blues-Garagen-Gründer rechnet mit einem positiven Bescheid.
Wenn alles glatt läuft, könnte noch in diesem Jahr mit dem Bau begonnen werden und der Rohbau bis zum Winter stehen. Im Winter soll dann der Innenausbau folgen. Das zwölfjährige Bestehen werde 2011 noch in der alten Blues Garage gefeiert, die dann nach Abriss von Tresen, Balkon, Bühne und Toiletten wieder Lagerhalle werde. Im September 2011 könnte der Betrieb dann in der neuen Musikhalle aufgenommen werden.
„Die neue Blues Garage ist identisch mit der alten.“ Viele Materialien könnten beim Umzug in der neuen Halle erneut zum Einsatz kommen. Allerdings würden diverse Details verbessert. Vorgesehen ist ein Foyer mit darüber befindlichem Spielzimmer mit fünf oder sechs Billardtischen ebenso wie ein hinterer Zugang zur Bühne. Denn dies sei der Nachteil der alten Blues Garage, dass die Musiker ihre gesamte Ausrüstung nur durch den Haupteingang zur Bühne bringen konnten. Der kleine Aufenthaltsraum für die Bands werde bei dem Neubau etwas komfortabler ausfallen. Eine Hausmeisterwohnung ist ebenfalls vorgesehen. Optisch werde die neue Blues Garage an das Hotel angepasst.
Thomas Tschörner
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