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Helfer hängen Gardinen auf

Isernhagen Helfer hängen Gardinen auf

Weil der Name bislang etwas sperrig gewesen ist, hat sich der Isernhagener Seniorenhandwerkerdienst umbenannt. Die Gruppe von neun Helfern nennt sich jetzt „Senioren helfen Senioren“. Sie sucht auch weitere Mitstreiter und hat eine neue Broschüre aufgelegt.

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Ralf Henneberg präsentiert die neuen "Senioren helfen Senioren"-Broschüren.

Quelle: Jarolim-Vormeier

Altwarmbüchen. Der neunköpfige Helferkreis mit dem neuen Namen „Senioren helfen Senioren“ macht sich auf den Weg, wenn ältere Menschen nicht mehr allein auf die Leiter steigen können, um etwa eine kaputte Glühbirne auszutauschen. Auch, wenn eine Gardine aufgehängt werden muss oder bei einem Schrank die Tür klemmt. Über die genaue Arbeit informiert jetzt ein neues Faltblatt, dass die Gemeinde Isernhagen und ihr Seniorenbeauftragter Ralf Henneberg nun aufgelegt haben.

"Wir leisten Nachbarschaftshilfe und mehr nicht", sagt der Seniorenbeauftragte. Die Unterstützung soll seinen Angaben zufolge nicht die Arbeit von Handwerksbetrieben ersetzen und keine Konkurrenz zu ortansässigen Firmen darstellen. Senioren erhielten bei kleineren Reparaturen Hilfe von anderen Senioren, die mit Freude und Geschick die Aufgaben ausführten, erläutert Henneberg.

Im Sommer 2009 wurde der Handwerkerdienst für Senioren ins Leben gerufen. Seitdem haben die Helfer insgesamt 253 Aufträge umgesetzt. Anfänglich bestand die Gruppe ausschließlich aus Männern, mittlerweile ist die Geschlechterverteilung fast pari: Fünf Männer und vier Frauen teilen sich die Aufgaben. "Diese haben sich im Verlauf der Jahre auch geändert", erklärt Henneberg. Waren es anfangs lediglich handwerkliche Dienste, so sind es heute auch Unterstützung bei Formularen, wenn zum Beispiel der Vermieter den Vertrag ändern will oder die Versicherung nach Einzelheiten fragt, zum mobilen Telefon oder bei der Bedienung für den Fernseher, die gefragt sind. "Nach wie vor wechseln wir gern die Glühbirne aus, aber Rasen mähen, Hecke schneiden, Winterdienst, Kontoauszüge holen oder ständige Bestellungen wie etwa das Mittagsmenü gehören nicht zu den Aufgaben", sagt Henneberg.

Seinen Angaben zufolge gibt es auch manch dreiste Versuche: So wollte ein junger Mann die Helfern dafür gewinnen, den Zaun bei seinem Schwiegervater zu streichen. Auch ein Band für eine Jalousie sollten die Ehrenamtlichen neu montieren. Gartenpumpen instandsetzen und Regenrinnen säubern, das machen die Frauen und Männer auch nicht. Denn: "Wir wollen keinem Gewerbe die Arbeit wegnehmen", sagt Henneberg ganz deutlich.

Die Arbeit darf eine Dauer von zwei Stunden nicht überschreiten und kostet als Aufwandsentschädigung fünf Euro – ohne Material. Wer mitwirken möchte, meldet sich bei Ralf Henneberg unter Telefon (0511) 653213.

Von Katerina jarolim-vormeier

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