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Mit Justus Frantz und Chopin auf Mallorca

Isernhagen Mit Justus Frantz und Chopin auf Mallorca

Justus Frantz kommt auch beim zweiten Isernhagenhof-Gastspiel an: Er nimmt seine 250 Zuhörer locker plaudernd mit in den literarisch berühmt gewordenen Winter, den Frédéric Chopin und George Sand auf Mallorca verbrachten. Und natürlich bringt er Chopin auch zu Gehör.

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Mit Chopin begeistert Justus Frantz gut 250 Besucher im Isernhagenhof.

Quelle: Jürgen Zimmer

Isernhagen F.B.. Rote Brille, grüne Hose, offener Karohemdkragen: Weder als Konzertvirtuose noch als Dirigent ist der berühmte Justus Frantz in den Isernhagenhof gekommen, sondern als klavierspielender Plauderer. "Lesung und Klavier, Chopins Reise nach Mallorca", hieß sein Programm am Donnerstagabend, nachdem er 2015 an gleicher Stelle Mozarts Reise nach Paris präsentiert hatte. Chopins "Weg in die Einsamkeit der Melancholie", so der Untertitel, moderierte der 71-Jährige mit gekonnter Leichtigkeit und sanftem Humor.

Den rund 250 Besuchern gefielen die kleinen Episoden und Erlebnisse des exzentrischen Liebespaares Chopin und Amandine Lucie Aurore, die sich George Sand nannte, die Frantz mit passenden kleinen Stücken umrahmte. Diese Etüden und Nocturnen, Mazurken und Walzer, sind Ohrwürmer. Und sie wurden freudig und eifrig beklatscht. Es war nur der eine Winter 1838/39, den der gesundheitlich angeschlagene Komponist mit der Schriftstellerin und deren Kindern in der Einsamkeit des Klosters Kartause de Valdemossa auf Mallorca verbrachte.

War es die Melancholie dieses Ortes, die ihn zu einigen seiner berühmtesten Werke inspirierte? Die Collage aus Biografie, George Sands berühmtem Buch „Ein Winter auf Mallorca“ und Frantz’ Klavierspiel legte das nahe. Justus Frantz wurde bereits früh einem breiten Publikum bekannt, als er 1986 das Schleswig-Holstein Musik Festival aus der Taufe hob und neun Jahre lang leitete. Als Chefdirigent der Philharmonie der Nationen ist er weiterhin weltweit zu bewundern.

Von Jürgen Zimmer

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