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Ein Konzert entzweit die Besucher

Isernhagen Ein Konzert entzweit die Besucher

Es gibt viele Arten, ein Konzert zu genießen. Im Kulturzelt Isernhagen prallten am Mittwochabend zwei Welten aufeinander, so dass nicht alle glücklich waren. „Kubanisch oder norddeutsch?“ war die eine Frage, „warum nicht ein wenig leiser?“ die andere.

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Salsa im Kulturzelt Isernhagen: Nene und Band sorgen für Stimmung, begeistern aber nicht jeden Zuhörer.

Quelle: PATRICIA CHADDE

Isernhagen. Für die 26-jährige Tschaman Bokah Tamejani aus Hannover, ausgewiesener Salsa-Fan, war der Abend jedenfalls großartig. Ihr Fazit: "Die sind suuper!“ Etwas anders sah es eine 54-Jährige aus Hannover, die mit Freunden ihren Geburtstag feierte. Der Abend war ihr Geschenk, doch die Gruppe flüchtete vor der enormen Lautstärke aus dem Zelt. Unter der schmalen Mondsichel, umrahmt von Feuerkörben, konnten sie Nene und Band dann genießen, aber nicht sehen. "Ich finde es zu Salsa-lastig, ich vermisse die getragenen Lieder“, so das halbzufriedenes Fazit. Aber nach der Pause traf Nene dann ihren Geschmack und wurde melodiöser.

Auch zwei weitere Frauen aus Hannover waren enttäuscht, dass man die Stimme aufgrund der irren Lautstärke gar nicht verstehen konnte. Alle baten darum, etwas nachzujustieren, und wurden mit einem "geht nicht!“ recht barsch abgewiesen. Eine andere Zuhörerin bedauerte dagegen, dass so viele Stühle im Zelt standen: "Wir können gar nicht richtig tanzen“ – abgesehen von dem virtuosen Duo, dass mitreißend über die Bühne wirbelte. Die Sitzenden waren ein bisschen maulig, weil ein Tänzer ihren Bühnenblick im Sekundentakt durchbrochen hatte.

Auf der Bühne agierte derweil mit Nene ein routinierter Sänger, der mit seiner Band vollen Einsatz lieferte. Links stand Frank, der Tres, eine kubanische Gitarre mit drei Doppelseiten, hinreißend spielte und mit Rigobertos Congas, Melus Bongos und Felix Trompete sowie dem Bassisten Dejvis hervorragend harmonierte.

Seit Mai tourt die Gruppe mit Nene durch Europa, Start war auf dem Rosen-Ball in Monaco. Allein in den vergangenen vier Tagen hatte die Gruppe eine Distanz von 5000 Kilometern zurückgelegt. Nach abendlichen Auftritten in der Schweiz, Spanien und Frankreich ging es am Mittwoch ins Kulturzelt Isernhagen. Urg betreut die Band und genießt Nenes frischen Sound. Außerdem verriet er, dass die Musiker im Oktober im Ludwigsburger Studio ihre neue CD aufnehmen werden. Dann kann jeder so zuhören, wie er mag. Im Sitzen, liegen oder tanzend. "Atencion“, sagte Nene, und viele im Zelt verstanden jedes spanische Wort seiner Zwischentexte.

Von PATRICIA CHADDE

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