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Die Stadtbahn bleibt, wo sie ist

Altwarmbüchen/Kirchhorst Die Stadtbahn bleibt, wo sie ist

Wenn die Regionsversammlung am Dienstag über die Fortschreibung des Nahverkehrsplans beschließt, dann ist die Stadtbahn-Verlängerung in Isernhagen erwartungsgemäß vom Tisch - zumindest für die nächsten Jahre.

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Nichts wird’s in den nächsten Jahren mit der Verlängerung der Stadtbahn entlang der Isernhagener Straße (im Hintergrund) und weiter zum Schulzentrum. Die Züge sollen nach Meinung der Regionsverwaltung auf der Kircher Straße bleiben.

Quelle: Martin Lauber

Isernhagen. Die Idee ist uralt: Die Stadtbahn soll von der derzeitigen Endhaltestelle in Hannover-Lahe bis zum Schulzentrum Altwarmbüchen verlängert werden und nicht schon an der Straße Blocksberg enden. Diese Forderung hatte die Gemeindeverwaltung Isernhagen schon im Februar 2001 gegenüber dem damaligen Kommunalverband Großraum Hannover erhoben. Mehr als fünf Jahre sollte es noch dauern, bis die Pläne für die Stadtbahn-Verlängerung realisiert wurden - und zwar doch mit der neuen Endhaltestelle am Blocksberg, wo sich heute das Baugebiet Wietzeaue erstreckt.

Die Idee, irgendwann auch das Schulzentrum am Helleweg anzuschließen, gaben die Isernhagener dennoch nicht auf. Die Gemeinde hält dafür bis heute eine Trasse nördlich der Isernhagener Straße frei, sie formulierte sogar den Wunsch, dass man die Stadtbahn über die Autobahn 7 hinweg bis zum wachsenden Ortsteil Kirchhorst fahren lassen sollte - obwohl die Autobahnbrücke gar nicht für die schweren Stadtbahnzüge ausgelegt ist.

Von der Richtigkeit dieser Forderung ist man zumindest im Ortsrat Kirchhorst nach wie vor überzeugt - und wird heute damit wohl ebenso wenig Gehör in der Regionsversammlung finden wie die Anhänger der Stadtbahn-Verlängerung wenigstens bis zum Schulzentrum. Man habe bei einer Bewertung keine Wirtschaftlichkeit einer Stadtbahn-Verlängerung bis zum Schulzentrum feststellen können, heißt es in der Stellungnahme der Regionsverwaltung. Die Schüler wohnten nur zu einem kleinen Teil im Einzugsbereich der Stadtbahn und könnten überdies parallel Busangebote in Anspruch nehmen. Kirchhorst sei mit gut 3000 Einwohnern schlicht zu klein für eine Stadtbahn-Bedienung. Und überhaupt: „Die Gestaltung der Endhaltestelle Altwarmbüchen schließt die Weiterführung der Stadtbahn aus.“

Der Altwarmbüchener Regionsabgeordnete Helmut Lübeck (CDU) hat für die Sicht der Region durchaus Verständnis. „Man müsste die Endhaltestelle ja komplett umbauen, das wäre enorm viel Aufwand für den kurzen Stummel bis zum Schulzentrum.“ Sinn könnte seiner Meinung nach irgendwann aber der große Schlag, also die Verlängerung nach Kirchhorst, ergeben. Weil dies momentan aber mit Blick auf die Kosten utopisch sei, könne man den Merkposten auch aus dem Konzept herausnehmen. Das schließe nicht aus, dass man das Thema in zehn oder 20 Jahren wieder aufgreifen könne.

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