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Eben-Eser-Gemeinde hat große Pläne

Isernhagen Eben-Eser-Gemeinde hat große Pläne

Die evangelisch-freikirchliche Eben-Eser-Gemeinde in Isernhagen platzt aus allen Nähten. Deshalb soll auf dem Grundstück an der Straße Am Wienkamp möglichst schnell ein Neubau her. Die Gemeinde will in den nächsten Monaten dafür rund 900.000 Euro investieren.

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Andreas Weidmann (links) und Heinrich Dyck freuen sich auf mehr Platz für die Eben-Eser-Gemeinde.

Quelle: Frank Walter

Isernhagen F.B.. Für das Weihnachtsmusical zieht die Gemeinde schon seit Jahren in den Isernhagenhof um, für die Feiern zum 1. Mai und Erntedank weicht man nach draußen aus – und wenn eine der sechs Kindergruppen sich trifft, dann ist erst mal Stühle- und Tischerücken angesagt. „Man muss sehr genau planen, wer wo hinein geht. Wir platzen aus allen Nähten“, fasst Gemeindeleiter Heinrich Dyck die Situation der evangelisch-freikirchlichen Eben-Eser-Gemeinde An der Straße Am Wienkamp zusammen.

27 Jahre nach den Anfängen in Kirchhorst und 14 Jahre nach der Übernahme der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft in Isernhagen F.B. ist die Gemeinde stark gewachsen, zählt mittlerweile fast 100 Mitglieder. Diese wohnen laut des stellvertretenden Sprechers Andreas Weidmann vor allem in Neuwarmbüchen und Kirchhorst, etliche stammen aber auch aus der Landeshauptstadt oder anderen Teilen des Umlands. Hinzu kommen viele Besucher.

„Anfangs wollten wir ja nur ein kleines Foyer anbauen. Aber dann kamen immer mehr Wünsche hinzu“, beschreibt Dyck den Werdegang der Überlegungen, an- und neu zu bauen. Unterm Strich sehen die aktuellen Pläne vor, das eingeschossige Altgebäude im Osten um 95 Quadratmeter zu erweitern und südlich davon einen teils zweigeschossiges Neubau zu errichten. Beide Gebäude sollen mit Glaselementen verbunden werden. Insgesamt soll die Nutzfläche so um rund 575 Quadratmetern vergrößert werden. Entstehen sollen unter anderem drei Gruppenräume und ein großer Aufenthaltsbereich. Der Bauantrag ist gestellt, die Genehmigung steht noch aus. Liegt sie vor, „dann wollen wir das zügig durchziehen“, sagt Weidmann.

Die Eben-Eser-Gemeinde rechnet mit Gesamtkosten von rund 900.000 Euro. Diese sollen durch vor allem durch Spenden gedeckt werden. „Wir können aber auch einen Teil der Gewerke durch Eigenleistung abdecken“, sagt Gemeindeleiter Dyck. Dennoch spricht er von „einer großen Herausforderung für uns alle“.

Kurzchronik: Im Hobbykeller Weihnachten gefeiert

Die Anfänge der freikirchlichen Gemeinde liegen im Jahr 1989. Zunächst sieben Erwachsene trafen sich zu Gottesdiensten in Privathäusern. Der Kreis wuchs weiter, zu einem Weihnachtsfest feierten gar 52 Personen in einem Hobbykeller.

Im November 1993 mietete man sich erstmals in der Grundschule Kirchhorst ein. Werktags traf man sich weiterhin in Wohnhäusern, die Schule stand dann nicht zur Verfügung.

1994 gründete sich der Verein der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Kirchhorst. Diese wuchs durch Taufen und den Beitritt erwachsener Christen.
Bei der Suche nach Räumen wurde man in F.B. fündig. Die politische Gemeinde überließ der Freikirche ein ehemaliges Flüchtlingsheim zum symbolischen Preis von einem Euro. Grundstücksverpächter ist das Land Niedersachsen. Nach einjährigem Umbau konnte man das Gebäude 2003 beziehen. Zur Einweihung entschied man sich für den alttestamentarischen Namen Eben-Eser („Bis hierher hat uns Gott geführt“), um die bisherige Geschichte der Gemeinde auf den Punkt zu bringen.

Das Glaubensbekenntnis bei Eben-Eser sei das gleiche wie in der evangelisch-lutherischen Kirche, erläutert Gemeindeleiter Heinrich Dyck. Anders als diese sei man aber nicht vom Staat abhängig, alles sei spendenfinanziert. Statt eines pastoralen Systems organisierten sich die Mitglieder selbstständig, die Gottesdienste folgten keiner festen Ordnung. „Jeder kann sich einbringen.“

Von Frank Walter

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