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Ein bisschen Worpswede in Isernhagen

Isernhagen Ein bisschen Worpswede in Isernhagen

Ein Kunstpreis Worpswede mit Wurzeln in Isernhagen? Für den Isernhagener Albin Homeyer liegt das nicht so fern - will der Vorsitzende mit dem neuen Kunstverein Art-Projekt Worpswede-Deutschland doch ohnehin bundesweit junge Künstler unterstützen.

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Martin Emanuel (links) und Albin Homeyer wollen von Isernhagen aus bundesweit junge Künstler fördern.

Quelle: Frank Walter

Isernhagen. 130 Kilometer sind es von Isernhagen bis Worpswede nördlich von Bremen - wahrlich kein Katzensprung. Die Verbindung ist für Albin Homeyer aber ohnehin eher sinnbildlicher Natur. „Worpswede steht in Deutschland und insbesondere in Niedersachsen für Kunst“, beschreibt der Isernhagener die Strahlkraft der Künstlerkolonie. Das passt, denn nicht der Vereinssitz Isernhagen, sondern „ganz Deutschland soll Spielwiese sein“, sagt der Geschäftsführer einer Fachwerkhaus-Planungsfirma, die unter anderem den Umbau des Haghofs in Isernhagen K.B. vor einigen Jahren vorangetrieben hatte.

Während dem Garten-, Landschafts- und Sportanlagenplaner mit eigener Vergangenheit im Bremer Umland die Architektur als eine Kunstform schon von Berufs wegen nahe liegt, ist dem 59-Jährigen die Bildende Kunst eine Leidenschaft - als „Wilhelmstein“ fertigt er selbst abstrakte Skulpturen. Doch Galeristen griffen gern auf etablierte Künstler mit langer Ausstellungsvita zurück, deswegen wolle man mit dem Kunstpreis Worpswede einen Kontrastpunkt setzen. Mithilfe kleiner und mittlerer Unternehmen will der Verein gerade junge Künstler motivieren, Standpunkte zu aktuellen Themen zu formulieren und so die politische Debatte zu bereichern. Viele junge Künstler fänden andernfalls nie ein Sprachrohr, sagt der stellvertretende Vorsitzende des neuen Kunstvereins, der selbst erst 32-jährige Zeichenkünstler Martin Emanuel. Mit Michael Fürst, dem Vorsitzenden des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden, im Beirat und bereits einigen Sponsoren an Bord sieht sich der junge Verein auf einem guten Weg - immerhin werden für die ersten drei Preise der Verleihung am 12. Dezember in der „Hauptstadt der Kunst“ Berlin 17 500 Euro ausgelobt. Das Thema des Jahres lautet „Gewalt - Macht - Herrscher“.

Am Sonntag, 20. September, stellt sich der Verein ab 11 Uhr in der Kröpcke-Passage an der Luisenstraße in Hannover vor. Neben Homeyer sprechen dann unter anderem Jasmin Arbabian-Vogel, Landesvorsitzende des Verbandes deutscher Unternehmerinnen, und Kulturmanager Klaus Grupe.

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