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Ein langer Weg bis zur Sanierung des Zentrums

Isernhagen Ein langer Weg bis zur Sanierung des Zentrums

520.000 Euro Fördergeld - und trotzdem passiert nichts im Zentrum in Altwarmbüchen. Das liegt nicht daran, dass die Rathausverwaltung zu langsam ist, sondern an der bürokratischen Meisterleistung, die das Sanierungsgebiet in Isernhagen ihr abverlangt.

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Wenn alles glatt läuft, soll die Verschönerung noch in diesem Jahr am Marktplatz vor dem Rathaus beginnen.

Quelle: Carina Bahl

Altwarmbüchen. „Spannend“ nennt es Bürgermeister Arpad ­Bogya - als „einen Haufen Arbeit mit vielen Unbekannten und Tausenden Regularien“ beschreibt es Bauamtsleiterin Heike Uphoff. Um die zunächst 520.000 Euro vom Land für die Verschönerung des Zentrums in Altwarmbüchen einsetzen zu dürfen, gilt es vieles zu beachten. Der Abriss des Blauen Bandes? Der Abschied vom rostigen Brunnen-Kunstwerk? Keine Chance. Bevor nicht ein Sanierungsträger seine Arbeit aufgenommen und die Investition abgesegnet hat, darf nirgends Hand angelegt werden.

„Wir hoffen, bis April einen Sanierungsträger gefunden zu haben“, sagt Uphoff. Allerdings gebe es nur wenige Unternehmen, die die für Isernhagens Großprojekt notwendige Erfahrung mitbringen, um als Treuhänder zu agieren. Der Sanierungsträger wird das Fördergeld verwalten, die öffentlichen Projekte und privaten Vorhaben begleiten und auch den mehr als 1200 Eigentümern im förmlich festgelegten „Sanierungsgebiet Zentrum Isernhagen“ als Ansprechpartner zur Seite stehen. „Für uns ist das schließlich auch das erste Mal“, sagt Uphoff - allein die Texte für die Ausschreibungen vorlagenkonform zu formulieren, sei eine echte Herausforderung. Die amtliche Bekanntmachung des Sanierungsgebietes steht derweil noch aus - bis dahin wird sich für die Eigentümer rund ums Zentrum nichts ändern.

Das Ziel aber bleibt fest im Blick: Für mehr als 2,5 Millionen Euro soll das Zentrum schöner werden. Auch 2016 soll das Land erneut eine ordentliche Fördersumme zur Verfügung stellen. Bis zum Sommer möchte die Verwaltung zudem die politischen Beschlüsse für eine Rahmenplanung haben. „Wir werden das Zentrum in Bauabschnitte aufteilen“, erklärt Uphoff - schließlich habe es wenig Sinn, mit dem Gehweg an der Supermarkt-Baustelle anzufangen. „Alles läuft darauf hinaus, dass wir mit dem Marktplatz vor dem Rathaus beginnen“, sagt ­Bogya. Die Art der Pflasterung, die Beleuchtung und Bepflanzung müssten dafür geklärt werden.

So ganz glücklich ist Bogya mit dem Zeitplan aber nicht: „Die Detaildebatten fallen wohl mitten in den Wahlkampf.“ Auch das strittige Thema, ob der Rat an seinem Beschluss festhalten soll, die Bothfelder Straße in Höhe des Marktplatzes wie jeden Donnerstag künftig nur noch für Busse freizugeben, wird im Sommer ausdiskutiert werden müssen.

Und wann werden endlich die ersten Bagger rollen? „Vielleicht noch im Herbst“, schätzt Uphoff vorsichtig. Wenn die Politik sich einig wird, die Bürger informiert sind und der Bürokratie-Berg abgearbeitet ist, soll er fallen - der seit Jahrzehnten erwartete Startschuss. Und wenn das Land den Förderantrag für 2016 nicht genehmigt? „Diese Frage stellen wir uns jetzt mal nicht“, sagt Uphoff.

Rathaus lädt alle Anlieger für Fragen ein

Was muss ich mir künftig alles von der Gemeinde genehmigen lassen, wenn ich etwas an meinem Haus oder Grundstück verändern möchte? Was hat es mit den Ausgleichszahlungen auf sich, die alle für die Wertsteigerung ihrer Grundstücke zu zahlen haben werden? Wer ist künftig mein Ansprechpartner? Um Antworten zum Großprojekt „Sanierungsgebiet“ zu geben, lädt die Gemeinde alle 1200 Eigentümer im festgelegten Korridor rund um das Zentrum (siehe Grafik) für Donnerstag, 11. Februar, um 19 Uhr in die Aula des Schulzentrums in Altwarmbüchen ein. Ein fachkundiger Berater wird die Bürger dort informieren. Die Einladungsschreiben, die als Eintrittskarte fungieren, sind bereits in der Post. Für weitere Fragen – und das gilt für alle Isernhagener – steht die E-Mail-Adresse sanierung@isernhagen.de zur Verfügung. 

von Carina Bahl

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