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Bund fördert die "Wärme to go"

Isernhagen Bund fördert die "Wärme to go"

Grünes Licht aus Berlin: Abfallentsorger Aha bekommt 1,4 Millionen Euro Förderung vom Bund, um bisher ungenutzte Wärme, die auf der Deponie in Hannover-Lahe entsteht, ins fünf Kilometer entfernte Schulzentrum Altwarmbüchen zu transportieren. So lassen sich dort Klassenräume heizen und bisher teuer eingekauftes Erdgas einsparen.

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Nach dem Taschenwärmer-Prinzip soll die Energie per Lastwagen das Schulzentrum in Altwarmbüchen erreichen.

Quelle: Archiv

Altwarmbüchen. Joost Götze von der Gemeinde Isernhagen hatte mit den Fördermitteln des Bundesumweltministeriums fest gerechnet, trotzdem „ist die Zusage eine Riesenfreude“, sagt der Mitarbeiter des Amtes für Gebäude und Liegenschaften. Die Planungen sind bereits weit gediehen. In den kommenden drei Monaten sollen alle technischen Voraussetzungen geschaffen werden, um Wärme in Containern zu speichern und mit einem Elektro-betriebenem Lastwagen zu transportieren. Beim Abnehmer, dem Schulzentrum Isernhagen, würden währenddessen die technischen Einspeisemöglichkeiten hergerichtet. Die Zusammenarbeit der Gemeinde Isernhagen, dem Abfallentsorger Aha und der Klimaschutzagentur Region Hannover bei dem „Wärme to go“ genannten gemeinsamen Pilotprojekt läuft erfolgreich. „Im Idealfall wird die dreijährige Modellprojektphase den wirtschaftlich darstellbaren Ausbau der Abwärmenutzung durch Wärmecontainer aufzeigen“, wie es Aha-Unternehmenssprecherin Helene Herich formuliert. Denn der intelligente Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel führe zur verbesserten Wärmenutzung und verringere zugleich den Erdgasverbrauch im Schulzentrum. „Das ist ein wegweisender Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel“, freuen sich die SPD-Bundestagsmitglieder Caren Marks und Matthias Miersch, die die Vergabe des Millionen-Zuschusses jetzt publik gemacht haben. Am 1. Februar startet das bis zum 31. Januar 2020 laufende Modellprojekt. Zuerst einmal müssen Zugmaschine mit Elektroantrieb sowie Container angeschafft werden. Die Anschlüsse auf der Deponie und im Schulzentrum sind dagegen keine technische Herausforderung. „Läuft alles nach Plan, könnten noch weitere Altwarmbüchener Gebäude folgen und mit Deponiewärme aus dem Container versorgt werden“, hofft Udo Scherer der Klimaschutzagentur der Region Hannover.

Von PATRICIA CHADDE

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