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Einladung zum Bier endet mit Blutlache

Altwarmbüchen Einladung zum Bier endet mit Blutlache

Wie kam es im Juli 2013 zu einer Schlägerei vor einer Kneipe im Altwarmbüchener Zentrum? Gegen zwei beteiligte Männer verhandelt das Amtsgericht Burgwedel aktuell wegen gefährlicher Körperverletzung.

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Ein 39-jähriger Havelser muss sich vor dem Neustädter Schöffengericht verantworten.

Quelle: Symbolbild

Altwarmbüchen. „Ich konnte nicht schlafen und habe mich aufs Rad gesetzt“, berichtete das 55-jährige Opfer von dem Abend des 21. Juli 2013. Auf seiner Tour durch Altwarmbüchen habe er mitten in der Nacht dann vor einer bereits geschlossenen Kneipe im Zentrum noch Menschen sitzen sehen. „Sie haben mich auf ein Bier auf der Bank davor eingeladen.“

Warum es kurze Zeit später zu der Schlägerei kam, konnte sich der Zeuge nicht erklären. „Wir haben uns nett unterhalten, und auf einmal schlug der eine mir ins Gesicht.“ Sofort strömte Blut. Er sei aufgestanden - „ich wurde panisch und wollte flüchten“ - da hätten sich die beiden Männer bedrohlich vor ihm aufgebaut.

„Dann habe ich nur einen heftigen Schlag mit einem Gegenstand gespürt, es knirschte“, schilderte der 55-Jährige. Offenbar war er zu Boden gegangen, denn als er wieder aufwachte, war er allein, schleppte sich mit einem Schädel-Hirn-Trauma und starkem Blutverlust durch das halbe Zentrum, bis er per Klingel an einem Mehrfamilienhaus endlich Hilfe herbeirufen konnte.

Auf der Anklagebank im Amtsgericht saßen gestern ein 33-Jähriger und ein 28-Jähriger. Beide wollte der Zeuge anhand von Fotos erkannt haben. Die Angeklagten schwiegen zum Tatvorwurf - der Zeuge wiederum tätigte Aussagen, die nicht komplett zu denen passten, die er einst bei der Polizei zu Protokoll gegeben hatte.

Wo saß wer an diesem Abend? Hatte er die beiden erkannt oder nur Ähnlichkeiten festgestellt? Und: Wer von beiden hatte zugeschlagen? Das konnte gestern noch nicht geklärt werden.

Am nächsten Freitag soll der Prozess fortgesetzt werden - mit der Befragung der Wirtin, die bestätigen soll, dass die Angeklagten vor ihrer Kneipe gesessen hatten, als sie Feierabend machte. Im Falle einer Verurteilung droht den beiden Männern eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren.

Von Carina Bahl

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