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FDP-Kandidat tritt gegen Bogya an

Isernhagen FDP-Kandidat tritt gegen Bogya an

Der 38-jährige Jurist Christian Possienke aus Kirchhorst will für die FDP bei der Bürgermeisterwahl in Isernhagen gegen Amtsinhaber Arpad Bogya (CDU) antreten. Am Freitagabend hat er sich dafür den Zuspruch der FDP-Basis gesichert.

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Christian Possienke will Bürgermeister von Isernhagen werden.

Quelle: eingereicht

Isernhagen. Vor einer Woche schien Isernhagen im Mai 2014 nur eine Wahl zu haben: Arpad Bogya - ja oder nein? Jetzt steht aber fest: Einen Gegenkandidaten wird der Amtsinhaber wohl auf jeden Fall haben - Christian Possienke aus Kirchhorst. Am 15. Januar sollen Isernhagens Liberale den 38-Jährigen offiziell als Kandidat für das Amt des Bürgermeisters nominieren. Den persönlichen Zuspruch hat sich Possienke dafür bereits am Freitagabend beim Grünkohlessen der FDP gesichert. Die Entscheidung anzutreten, hat Possienke aus Überzeugung getroffen: „Isernhagen muss die Wahl haben. Als ich gehört habe, dass es keinen Gegenkandidaten gibt, habe ich sofort zugesagt.“ Nach Jahren mit Bogya an der Spitze sei jetzt eine Chance da: „Entweder es war alles super, dann sollen die Isernhagener ihn ruhig wiederwählen - oder aber eben nicht“, betont der Jurist. Aus seiner Sicht gebe es durchaus Bereiche, in denen die Rathausverwaltung optimiert werden könnte. Als Bürgermeister würde er weniger verwalten und dafür mehr gestalten wollen. „Die Bürger müssen bei Entscheidungen wieder mitgenommen werden. Ideen und Visionen von Außen sollten öfter zugelassen werden“, beschreibt Possienke seine Zielsetzung.

Der 38-Jährige wohnt seit vier Jahren in Kirchhorst: In Misburg geboren, habe er jedoch über Verwandte schon immer einen Blick nach Isernhagen gehabt. „Ich fühle mich hier sehr wohl“, sagt der Vater zweier Kinder. Ehrenamtlich ist Possienke bereits fest integriert in Kirchhorst. Als Rechtsanwalt steht er dem Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr beratend zur Seite und hat zudem den vakanten Vorsitz des SSV übernommen. Die Aufgabe, ein Rathaus zu leiten, traut Possienke sich zu: „Als Jurist habe ich per se Erfahrung mit Verwaltungsarbeit. Zudem habe ich mein Referendariat im Landtag gemacht.“ Angst vor einer Niederlage im CDU-dominierten Isernhagen hat Possienke nicht: „Darum geht es auch nicht. Das wird eine Bürgerentscheidung. Ich freue mich über jeden, der mich unterstützt.“

Als gemeinsamer Kandidat auch für SPD und Grüne anzutreten, schließt das FDP-Mitglied nicht aus: „Ich bin für alle Gespräche offen.“ Generell halte er jedoch nichts von der politischen Farbenlehre auf kommunaler Ebene: „Hier sind gute Ideen wichtig - egal von welcher Partei.“ SPD-Vorsitzender Wolfgang Dorn wird seine Parteigenossen am Montagabend bei einer Mitgliederversammlung über das Vorhaben Possienkes informieren. Die SPD selbst hat bisher noch keinen eigenen Kandidaten. Ein Votum, ob man Possienke unterstützen werde, soll es laut Dorn heute noch nicht geben: „Wir warten erst einmal ab, ob unsere Suchanzeige Erfolg bringt, und wir noch einen eigenen Kandidaten finden.“ Dorn könne sich auch vorstellen, niemanden zu unterstützen: „Bei so einer Bürgermeisterwahl geht es nicht um politische Konstellationen“, betont er. „Wenn wir keinen finden, geht die Welt nicht unter.“

Carina Bahl

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