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Ratsarbeit – leicht gemacht?

Isernhagen Ratsarbeit – leicht gemacht?

Zum 1. November treten viele Politiker zum ersten Mal ein Mandat an – höchste Zeit, sich vorzubereiten. Die FDP hat dazu die Profis vom Verein „Politik zum Anfassen“ engagiert und ihr Team am Mittwochabend zu einem Crashkurs in Kommunalpolitik gebeten.

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Johannes Jaschke (von links), Daniela Latzel und Andreas Kurth ziehen für die FDP erstmals in die Ortsräte F.B., N.B. und Altwarmbüchen ein. Manfred Kobusch wird weitere fünf Jahre im Ortsrat Neuwarmbüchen sitzen.

Quelle: Carina Bahl

Neuwarmbüchen. Der eine wird zum ersten Mal im Rat mitarbeiten dürfen, der andere geht in seine zweite Amtszeit im Ortsrat – hat aber beim ersten Mal keine Einführung bekommen – ein dritter ist Nachrückkandidat und will für alle Eventualitäten gewappnet sein: Das Plenum aus FDP-Politikern war in Neuwarmbüchen bunt gemischt. Quer durch die Region von Wunstorf über Burgwedel bis Uetze stammten die Liberalen, um sich vom Verein „Politik zum Anfassen“ einen Crashkurs in der Ratsarbeit geben zu lassen.

„Wir wollen, dass unsere Kandidaten schon bereit sind, wenn es an die konstituierenden Sitzungen geht“, sagte die FDP-Vorsitzende Christiane Hinze – und verpasste damit Bürgermeister Arpad Bogya einen kleinen Seitenhieb, der eine entsprechende Vorbereitung erst für November angedacht hatte. Hinze selbst ist seit 20 Jahren in der Kommunalpolitik aktiv: „Ich weiß hoffentlich schon, was ich tue“, scherzte sie – „und deshalb kümmere ich mich heute Abend nur um die Suppe.“

Für die Neulinge wiederum ging es mit Aufgaben und Aktionen, wie sie der Verein sonst auch Schülern beim Projekt „Pimp your town“ anbietet, quer durch die Ratsarbeit. Was macht der Rat? Wozu braucht es Ausschüsse und Ortsräte? Und vor allem: Welche Themen liegen überhaupt in der Entscheidungsgewalt einer Kommune? Per Zettelspiel mussten die Mandatsträger Themen Bund, Land, Region und Gemeinde zuweisen. Gar nicht einfach: Müll? Na klar, die Sack- und Tonnen-Debatte hat sich in der Region abgespielt. Aber wer ist denn für die Radwege zuständig? Mit viel Spaß und Diskussionsfreude wurden die Aufgaben bewältigt – auch mit einem Spielzeug-Buzzer, auf den fleißig gehauen wurde, wenn ein politisches Thema in einer Vorlesegeschichte entlarvt wurde.

Um sich Probleme zu ersparen, gab der Verein den Politikern auch Tipps zu Socialmedia à la „Welches Bild poste ich von mir bei Facebook besser nicht?“. Und auch die Frage, wie sich Bürger beteiligen lassen, welche Chancen und Risiken das birgt und wie man mit dem Ergebnis am Ende umgehen sollte, wurde beantwortet.

Von Carina Bahl

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