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Brandstifter zünden 60 Strohballen an

Isernhagen Brandstifter zünden 60 Strohballen an

Schon wieder sind Strohballen in der Feldmark von Isernhagen in Flammen aufgegangen: In der Nacht zu Sonnabend brannten rund 60 Strohballen an der Verlängerung der Tiefen Trift in F.B. Die Feuerwehren aus F.B., K.B. und Neuwarmbüchen hatten stundenlang zu tun. Die Polizei ermittelt nun wegen Brandstiftung und sucht Zeugen.

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Strohballen brennen in der Feldmark zwischen Isernhagen F.B. und Großburgwedel.

Quelle: Feuerwehr

Isernhagen F.B.. Wieder in der Nacht von Freitag auf Samstag, und wieder gegen 2 Uhr“, fasst Einsatzleiter Bernd Scheffler in Worte, was den 25 Feuerwehrleuten in der Nacht zu Sonnabend durch den Kopf gegangen ist. Zum wiederholten Mal hat ein unbekannte Brandstifter Strohballen in der Feldmark angezündet – diesmal 60 Stück in der Verlängerung der Tiefen Trift zwischen F.B. und Großburgwedel.

Gegen 1.45 Uhr hatte eine 48-Jährige den Feuerschein auf dem Feld bemerkt und die Rettungskräfte alarmiert. „In so einem Fall wird gleich der ganze Zug alarmiert“, erklärt K.B.s Ortsbrandmeister Uwe George, warum nicht nur die Einsatzkräfte aus F.B., sondern auch sein Team und die Feuerwehr Neuwarmbüchen mitten in der Nacht ausrücken mussten. Vor Ort stellte sich heraus, dass zwei Reihen Strohballen bereits lichterloh in Flammen standen. In den seltensten Fällen kann das Stroh dann noch gerettet werden – „doch diesmal konnten wir mit einem Trecker noch rund 20 Ballen beiseite ziehen“, sagt Scheffler.

Den Rest ließen die Feuerwehren mittels Druckbelüftern kontrolliert abbrennen. „Das ist meist auch dem Landwirt am liebsten, weil er sonst die Reste auch noch wegschaffen muss“, weiß George. Da das Stroh aber bereits mehrere Jahren an dieser Stelle lagerte, erwies es sich als gar nicht so einfach, das Feuer am Brennen zu halten. „Das Stroh war komplett durchnässt und mit der Zeit zusammengesackt“, erklärt George. Rund drei Stunden brauchte es, bis der Einsatz für die Feuerwehren als beendet erklärt werden konnte. „Am Ende haben wir einen Schaumteppich gelegt, um die Stelle abzusichern“, sagt Scheffler. Am Sonntag wurde auch noch einmal nachkontrolliert.

Die Kriminalpolizei nahm noch in der Nacht die Ermittlungen auf. „So viele Strohballen fangen nicht gleichzeitig von selbst an zu brennen“, betonte ein Polizeisprecher gestern, dass man schnell von Brandstiftung ausgegangen sei. Die Polizei ermittelt nun wegen vorsätzlicher Brandstiftung und bittet um Zeugenhinweise unter Telefon (05 11) 1 09 55 55. Der entstandene Schaden ist relativ gering, da das Stroh bereits sehr alt war. Nach einer anfänglichen Schätzung von 1500 Euro korrigierte sich die Polizei nach Rücksprache mit dem Eigentümer auf 600 Euro.

„Der Zusammenhang mit den Brandstiftungen aus den Vorjahren liegt nahe“, betont Scheffler. Seit 2011 hatte es in Isernhagen mehr als 20 vergleichbare Brände gegeben.

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Strohballen brennen in der Feldmark zwischen Isernhagen F.B. und Großburgwedel.

Quelle: Feuerwehr

Von Carina Bahl

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