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Feuerwehr hat tagsüber ein Problem

Isernhagen Feuerwehr hat tagsüber ein Problem

Drei Themen standen im Mittelpunkt der jährlichen Dienstversammlung der Feuerwehr Isernhagen: die eingeschränkte Tages- verfügbarkeit der Aktiven, die Anschaffung von Einsatzfahrzeugen sowie die unbefriedigende Lehrgangssituation.

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Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing (am Mikrofon) ist der Mann für die Ehrungen und Beförderungen von Philipp Suppan (von links), Oliver Behnsen und Christian Reinhardt.

Quelle: Feuerwehr

Isernhagen. Gemeindebrandmeister Clive von Plehn nannte sie „unsere Achillesferse“: Die Verfügbarkeit der Einsatzkräfte sei tagsüber nahezu ständig bedroht. „Fehlende Wohnungen für junge Aktive und fehlende Arbeitsplätze in der Gemeinde bedeuten, dass wir an unsere Grenzen kommen, wenn wir in der Zeit von 7 bis 16 Uhr alarmiert werden.“ Dann seien die meisten Aktiven außerhalb Isernhagens. „Eine Lösung habe ich auf ehrenamtlicher Basis auch nicht“, räumte von Plehn ein.

In Bezug auf die Einsätze nannte der Feuerwehrchef noch eine Besonderheit: „Auffällig war 2015 die zunehmende Alarmierung ,Hilflose Person hinter Tür‘. In diesem Jahr waren es auch schon wieder fünf Hilferufe dieser Art.“

Beim Fuhrpark gibt es einigen Bedarf: Altwarmbüchen benötigt am dringendsten ein Löschfahrzeug (LF) 20. Als Nächstes stünden ein Ersatz für den Kommandowagen, ein Rüstwagen, ein Gerätewagen Logistik sowie das Drehleiter-Fahrzeug mit Korb auf der Agenda. In Isernhagen N.B. muss das Tanklöschfahrzeug 8/18 ersetzt werden, in Kirchhorst und Stelle je ein Mannschaftstransportwagen. Dazu brauche die Wehr in Stelle noch ein LF 10. „Das bedeutet hohe Ausgaben, aber diese Fahrzeuge haben ihr Nutzungsende erreicht oder gar überschritten.“

Die Lehrgangssituation vor Ort bereit laut Oliver Behnsen keine Schwierigkeiten: „Mehr als 1000 Stunden sind 2015 in die Aus- und Weiterbildung gesteckt worden“, berichtete der Gemeindeausbildungsleiter. Das Spektrum umfasste Truppmann-Ausbildung, Atemschutztraining sowie Schulungen in den Bereichen Motorsägen-Handhabung und Absturzsicherung. Auf Regionsebene sehe das aber anders aus. Bislang sei üblich gewesen, dass die Wehr Isernhagen 50 Prozent der gewünschten Lehrgangsplätze an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz bekommen habe. „2015 waren es aber nur 27 Prozent.“ In Celle gebe es zu wenige Dozenten. Für dieses Jahr seien 99 Plätze angefordert, jedoch lediglich 28 zugeteilt worden. „Immerhin eine Steigerung von einem Prozent“, unkte Behnsen. Die vom SPD-Abgeordneten Maximilian Schmidt „laut angepriesene Bedarfsabdeckung von 60 Prozent ist nicht nachvollziehbar“.

Die Feuerwehr Isernhagen verfügt über insgesamt 325 Aktive, in sechs Jugendwehren wachsen 65 Nachwuchskräfte heran, in den drei Kinderwehren mischen 58 Jungen und Mädchen mit. Altwarmbüchens stellvertretender Ortsbrandmeister Philipp Suppan bekam das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Bronze. Oliver Behnsen wurde zum Hauptbrandmeister, Christian Reinhardt zum Oberlöschmeister befördert.

Von Jens Niggemeyer

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